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Porsche profitiert vom Macan - Absatz des neuen Wagens aus Leipzig steigt weiter

Porsche profitiert vom Macan - Absatz des neuen Wagens aus Leipzig steigt weiter

Porsche bleibt auf der Überholspur. Vor allem dank des neuen Modells Macan aus Leipzig ziehen die Verkaufszahlen kräftig an. Schon in diesem Jahr werde der Absatz die Schwelle von 200.000 Fahrzeugen insgesamt durchbrechen, sagte Vorstandschef Matthias Müller gestern bei der Bilanzvorlage in Stuttgart.

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2500 Exemplare des Porsche Macan müssen in die Werkstatt.

Quelle: Sebastian Kahnert/Archiv

Stuttgart/Leipzig. Dieses Ziel war eigentlich erst für 2018 angepeilt - und wird nun drei Jahre früher erreicht. Im vergangenen Jahr hatte der Absatz noch darunter gelegen: knapp 190000, davon 135000 aus dem Leipziger Werk.

Reihe mit strategischer Bedeutung: Zu verdanken hat Porsche diese Entwicklung vor allem seiner neuen Baureihe aus Leipzig: "Ein entscheidender Eckpfeiler für diesen Erfolg ist der Macan", sagte Müller. "Die Modellreihe ist für uns von enormer strategischer Bedeutung." Denn Wachstum für Sportgeländewagen werde es künftig vor allem in sich entwickelnden Ländern geben. "Und das sind SUV-Märkte."

Der kleine Bruder des ebenfalls in Leipzig gebauten Cayenne soll in diesem Jahr bereits ein Drittel des gesamten Absatzes des Marke stellen. "Wir wollen 72000 Macan verkaufen", kündigte Müller an. Das wären 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Da waren es bereits 44600 - und das, obwohl der Neue erst ab April nach und nach weltweit in die Autohäuser kam.

Produziert wurden im ersten Jahr sogar schon fast 60000 Stück, darunter viele Ausstellungs- und Vorführwagen für Autohäuser weltweit. Eigentlich war nur mit 50000 Stück pro Jahr geplant worden, und die sollten auch erst 2015 erreicht werden. "Wir haben mehr produziert als eigentlich geplant", sagte Produktionsvorstand Oliver Blume - und schickte ein dickes Lob nach Leipzig. "Das Hochfahren der Produktion lief besser als erwartet. Das war eine hervorragende Leistung der Mannschaft in Leipzig. Wir sind damit sehr zufrieden."

Bereits seit August 2014 verkauft sich der Macan Monat für Monat besser als der bisherige Verkaufsschlager Cayenne - auch in den ersten Monaten dieses Jahres. Im Januar und Februar wurden bereits 11000 Exemplare des neuen Modells ausgeliefert. "Der Macan ist unser neuer Bestseller", sagte Finanzvorstand Lutz Meschke. "Und wir könnten noch mehr davon verkaufen", fügte sein Chef Müller hinzu. "Aber das wollen wir gar nicht." Porsche sorge hier ganz gezielt für eine Verknappung, um die Preise hochhalten zu können.

Trotzdem verdiene Porsche an dem knapp 60000 Euro teuren Wagen weniger als an anderen Modellen, räumt Müller ein. Doch auch beim Macan liege die Gewinnspanne bei "15 Prozent plus X" - ein Wert, von dem die meisten Autobauer nur träumen können. Insgesamt schaffte Porsche im vergangenen Jahr sogar fast 16 Prozent Umsatzrendite - und zog damit deutlich an der Wolfsburger Schwestermarke VW, die nur auf 2,5 Prozent kam, vorbei. Bei 17,2 Milliarden Euro Umsatz machte Porsche 2,7 Milliarden Euro Gewinn. Die Marke VW kam nur auf knapp 2,5 Milliarden Euro - bei fast 100 Milliarden Euro Umsatz, wie Konzernchef Martin Winterkorn tags zuvor in Berlin verkündet hatte.

Das Wachstum sorgt auch für Tausende neue Jobs: "Allein im vorigen Jahr haben wir 3000 Frauen und Männer eingestellt", sagte Müller. Davon entfielen rund 700 auf Leipzig, wo jetzt 3200 Mitarbeiter tätig sind. Bis Ende 2018 will Müller die Zahl der Mitarbeiter konzernweit um weitere 2600 auf dann 25000 steigern. In Leipzig, wo der Macan gerade erst für 1500 neue Jobs gesorgt hatte, wird bereits wieder nach Leuten gesucht, dieses Mal für den Panamera.

400 Hektar zum Austoben: Die Modellpalette soll sogar weiter wachsen. "Wir werden in nicht allzu ferner Zukunft eine siebente Modellreihe vorstellen", kündigte Müller an. Die Entscheidung werde noch dieses Jahr fallen, auf den Markt kommen könnte das neue Porsche-Modell dann "Ende des Jahrzehnts".

Genauer festlegen wollte sich Müller nicht. Auch nicht auf einen Produktionsort. "Wir wollen den Porsche gern in Deutschland bauen", sagte er. Am Ende werde aber konzernweit entschieden, an welchem VW-Standort das Modell vom Band rollt. Leipzig habe dabei aber gute Chancen. Müller: "Schließlich haben wir da noch 400 Hektar und können uns aus­toben."

Frank Johannsen

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