Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Prognose: Im Osten steigt die Beschäftigung stärker als im Westen

Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung Prognose: Im Osten steigt die Beschäftigung stärker als im Westen

Lage und Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bleiben im nächsten Jahr positiv. Laut Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung wird es mehr Jobs und weniger Erwerbslose geben. Der Osten schneidet dabei besser ab als der Westen.

In einer Arbeitsagentur hängen Stellenangebote aus.

Quelle: dpa

Chemnitz. Klaus Schuberth hat Sachsen zwar wieder verlassen. Er ist seit Monatsbeginn in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit Geschäftsführer für Controlling, Finanzen, Statistik und Einkauf. Der 57-Jährige dürfte sich jetzt bestätigt fühlen. „Durch die Zuwanderung von Flüchtlingen sind keine sächsischen Arbeitsplätze in Gefahr“, hatte er in seiner zweijährigen Amtszeit als Chef der Arbeitsagenturen im Freistaat stets betont. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt Schuberth recht. Denn die Experten prognostizieren, dass im nächsten Jahr die Arbeitslosigkeit weiter sinken und die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen zunehmen wird.

Sachsen und Thüringen knapp unter Ost-Durchschnitt

So rechnen die IAB-Forscher bundesweit mit einer Reduzierung der Arbeitslosigkeit um 2,7 Prozent auf 2,6 Millionen Menschen. „In Ostdeutschland fällt der Rückgang mit 4,1 Prozent deutlich stärker aus als in den alten Bundesländern mit 2,2 Prozent“, heißt es. Den besten Wert weist hier Sachsen-Anhalt mit einem Minus von 5,2 Prozent auf. In Brandenburg geht die Arbeitslosigkeit um 4,7 Prozent zurück. Sachsen (minus 3,8 Prozent) und Thüringen (minus 3,5 Prozent) liegen knapp unter dem Ost-Durchschnitt. In Mecklenburg-Vorpommern wird ein Rückgang um 3,7 Prozent erwartet, in Berlin um ebenfalls 3,7 Prozent.

Im Westen der Republik weist Nordrhein-Westfalen mit minus 3,0 Prozent die größte Reduzierung auf. Mit Werten von leicht unter Null wird für Schleswig-Holstein (minus 0,1 Prozent) und Baden-Württemberg (minus 0,5 Prozent) eine Stagnation vorhergesagt. Nicht analysiert wurde für Ost wie West, inwieweit die sinkende Erwerbslosigkeit etwa durch Wegzüge und den Abgang in die Rente verursacht ist.

Berlin Spitzenreiter beim Jobzuwachs

Die zweite aussagekräftige Seite der Arbeitsmarkt-Medaille ist die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Auch hier schneiden die neuen Länder besser ab als die alten. Die zur Arbeitsagentur gehörende Nürnberger Denkfabrik IAB prognostiziert für 2017 bundesweit einen weiterhin kräftigen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 1,6 Prozent ausgegangen. In einer ersten regionalen Differenzierung zeige sich, dass das Wachstum im Osten mit 1,8 Prozent etwas höher als im Westen (1,6 Prozent) ausfallen dürfte.

Deutlicher Spitzenreiter ist hierbei laut IAB Berlin mit einem jahresdurchschnittlichen Zuwachs von .auf etwa 1,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Ein Vergleich mit den übrigen Bundesländern zeige zudem, dass das Jobwachstum in Ostdeutschland maßgeblich auf Berlin zurückzuführen sei. Die Zunahme im vergleichbar beschäftigungsstarken Sachsen liege mit Plus 1,7 Prozent leicht unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Mit 1,1 Prozent und 1,2 Prozent befinden sich Sachsen-Anhalt und Thüringen, auch im gesamtdeutschen Vergleich, am unteren Ende der Wachstumsverteilung.

Stadtstaaten hängen West-Flächenländer ab

In Westdeutschland stechen besonders die beiden Stadtstaaten Bremen (plus 2,2 Prozent) und Hamburg (plus 2,1 Prozent) hervor. Auch für die größeren Länder Bayern und Baden-Württemberg werden mit 1,9 Prozent und 1,8 Prozent überdurchschnittliche Zuwächse vorhergesagt. Demgegenüber stehen mit jeweils 1,3 Prozent deutlich schwächere Entwicklungen in den beschäftigungsstarken Ländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Das schwächste Wachstum wird für das Saarland mit einem Anstieg um lediglich 0,8 Prozent erwartet. „Die Beschäftigungsentwicklung bleibt somit nach wie vor stabil“, kommentieren die Arbeitsmarktforscher.

Von Ulrich Milde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
 
Treffpunkt für Unternehmen
05.12.2016, 09:00 Uhr - 10:30 Uhr
10. Sächsischen Umweltmanagement-Konferenz
05.12.2016, 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
13. Mitteldeutscher Unternehmertag
05.12.2016, 12:00 Uhr - 18:30 Uhr
Branchentreff Handelsvertreter
12.12.2016, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr
Gründerabend
14.12.2016, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Gründerabend
11.01.2017, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr