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Protest in Ostsachsen - Gewerkschaft droht Bombardier mit Streik

IG Metall Protest in Ostsachsen - Gewerkschaft droht Bombardier mit Streik

Der kanadische Fahrzeughersteller Bombardier will in Bautzen und Görlitz 930 Stellen abbauen. Rund 1000 Beschäftigte haben am Donnerstag dagegen protestiert, sie fordern ein tragfähiges Zukunftskonzept.

Rund 1000 Beschäftigte haben vor dem Görlitzer Werk gegen den geplanten Stellenabbau des Zugbauers Bombardier protestiert. Hier ein Bild vom 17.3.2016.

Quelle: dpa

Bautzen. Mit Rufen und Plakaten wie „Waggonbauer steht auf!“ haben rund 1000 Beschäftigte vor dem Görlitzer Werk gegen den geplanten Stellenabbau des Zugbauers Bombardier protestiert. Jan Otto von der IG Metall Ostsachsen sprach am Donnerstag von einer Frist bis zum 2. Mai. In dieser Zeit wolle man mit der Konzernleitung über ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Region ins Gespräch kommen. Sonst werde man die Arbeiter zum Streik vor das Tor holen, kündigte er an. Zeitgleich wurden im Bautzener Werk Flugblätter verteilt. Die Proteste sind Teil eines bundesweiten Aktionstages. In Berlin überreichten Beschäftigte der Konzernführung das Strategiepapier „Bombardier Fahrplan Zu(g)kunft“.

„Wir werden den Stellenabbau genauso wenig akzeptieren wie die Abschaffung der Engineering-Abteilung in Görlitz“, erklärte Otto. Der Bereich für Forschung und Entwicklung soll in das Werk in Heringsdorf verlegt werden. Erst am Mittwoch hatte Sachsens Regierung Unterstützung für Bombardier angekündigt - diese aber an Bedingungen wie eine Standortgarantie über 2018 hinaus geknüpft.

930 Stellen sollen wegfallen

Während die Verlegung der Abteilung noch Zukunft ist, haben die ersten Leih- und Zeitarbeiter bereits ihren Arbeitsplatz verloren. Am Standort Bautzen wurden etwa die Straßenbahnaufträge für Basel und Rotterdam ins Wiener Werk verlagert. In Görlitz hätte das Management bereits bestellte Wagen der Deutschen Bahn wieder abgemeldet, um mit weniger Mitarbeitern über die Runden zu kommen. „Dafür fehlt mir jegliches Verständnis“, sagte der Görlitzer Betriebsrat Volker Schaarschmidt. 

Er berichtete, dass die guten Ingenieure bereits ihre Koffer packen würden. “Die schlimmsten Befürchtungen treten ein. Das Management soll endlich wieder seine Aufgaben übernehmen und innovative Schienenfahrzeuge nach dem Bedarf des Marktes bauen und verkaufen.“ 

Der kanadische Fahrzeughersteller hatte im Februar angekündigt, 1430 von 10 500 Arbeitsplätzen in Deutschland streichen zu wollen. In Bautzen und Görlitz sollen 930 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren, davon sind ein Großteil Zeit- und Leiharbeiter.

LVZ

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