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Raffinerie in Leuna rüstet sich für den Dieselmarkt

Raffinerie in Leuna rüstet sich für den Dieselmarkt

Die Total Raffinerie in Leuna (Saalekreis) rüstet sich für Veränderungen am Markt: Mit einer dreiwöchigen Inspektion sollen nicht nur Anlagen überprüft, Teile repariert, ausgetauscht und gesäubert, sondern auch die Produktion technisch auf eine sich ändernde Nachfrage nach Mineralölprodukten vorbereitet werden, wie das Unternehmen mitteilte.

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Die Total Raffinerie in Leuna (Saalekreis) rüstet sich für Veränderungen am Markt.

Quelle: Volkmar Heinz

Leuna. Ziel sei es, künftig noch mehr Diesel und Flugbenzin statt Benzin als bisher herstellen zu können.

25,5 Prozent der Produktion in Leuna machten 2010 Benzin (2,7 Millionen Tonnen) und 37,7 Prozent Diesel (3,9 Millionen Tonnen) aus. „Der Markt in Deutschland und Westeuropa ist ein Dieselmarkt geworden, der Verbrauch an Benzin ist rückläufig“, sagte der Geschäftsführer der Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH (Leuna/Spergau), Reinhard Kroll, am Mittwoch. „Auch im privaten Bereich werden mehr Dieselautos gefahren als Benziner“, sagte er vor dem Hintergrund, dass Fahrzeuge im Güterverkehr vorwiegend mit Diesel betankt werden.

In der Raffinerie in Leuna werden Kraftstoffe, leichtes Heizöl sowie weitere Mineralölprodukte wie Methanol und Bitumen hergestellt. 2010 wurden dafür den Angaben zufolge 10,75 Millionen Tonnen Erdöl verarbeitet. Der Umsatz betrug laut Kroll 5,7 Millionen Euro (2009:

4,3 Mio). 300 Millionen Euro wurden seit 2006 in die Raffinerie investiert. Zum Sortiment gehört auch der bei Kraftfahrern umstrittene Biosprit E10. An der gesamten Benzinproduktion von Leuna habe dieser einen Anteil von 20 bis 25 Prozent.

Laut Kroll soll der Anteil von E10 an der gesamten Benzinproduktion in Deutschland nach dem Willen der Bundesregierung 90 Prozent ausmachen. „Die Erwartungen, dass alle Autofahrer, die E10 tanken können, dies auch tanken, die war falsch.“ Wie sich das Verbraucherverhalten entwickeln werde, sei nicht abzusehen, mit einem großen Nachfrageschub rechne er nicht. „Die Autofahrer sind immer noch verunsichert.“

Während der Inspektion, die am 6. Juni begonnen hat, ruht bis Ende Juni in der Raffinerie die Produktion. Die Anlagen werden auf ihre Funktionstüchtigkeit und Sicherheit überprüft. Die Kunden werden aus Vorräten beliefert. Dazu gehören 1300 Tankstellen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Rund 30 Millionen Euro koste die Inspektion. Etwa 700 Beschäftigte aus 90 Firmen sind zusätzlich zu den 650 Mitarbeitern der Raffinerie während der Arbeiten auf dem Gelände tätig.

11 000 Ersatzteile wurden geordert. Hauptsächlich werden laut Kroll Katalysatoren ausgetauscht. Diese dienen dazu, in Anlagen ablaufende Reaktionen zu beschleunigen. In Deutschland gibt es 14 Raffinerien. Die letzte „große Durchsicht“ gab es in Leuna 2008 - mit 4000 Arbeitskräften - die nächste steht 2014 an.

dpa

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