Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Rekordjahr bei Energiebörse EEX spült 5,6 Millionen Euro in Leipzigs Stadtkasse

Rekordjahr bei Energiebörse EEX spült 5,6 Millionen Euro in Leipzigs Stadtkasse

Die Energiebörse EEX ist weiter auf Rekordkurs. Im vergangenen Jahr gab es bei Handelsvolumen, Umsatz und Gewinn neue Bestmarken. Davon profitiert auch die Stadtkasse: Erstmals überwies die EEX mehr als fünf Millionen Euro Gewerbesteuer - und gehört damit zu den größten Steuerzahlern der Stadt.

Voriger Artikel
Gas-Handelsvolumen an Leipziger EEX schießt hoch - Sorge wegen Ukraine-Krise
Nächster Artikel
"Ich möchte eine klare Standortgarantie": Leipzigs OB Jung über die VNG-Zukunft

An ihren großen Bildschirmen steuern die EEX-Mitarbeiter im Leipziger City-Hochhaus den Handel an der Energiebörse.

Quelle: dpa

Leipzig. Auch die Mitarbeiterzahl in der EEX-Zentrale im City-Hochhaus wuchs deutlich - und soll weiter steigen.

So steif hat EEX-Chef Peter Reitz die Bilanz noch nie präsentiert. "Wenn ich heute nicht ganz so enthusiastisch wirke wie sonst, dann liegt das keineswegs an schlechten Zahlen", sagte er gestern bei der Vorlage der Zahlen. "Ganz im Gegenteil. Aber ich habe mir gestern einen Halswirbel ausgerenkt." Entsprechend regungslos blickte er in die Runde.

Dabei fiel die Bilanz wirklich blendend aus: Ob Handelsvolumen, Umsatz, Gewinn - überall gab es neue Bestwerte. "Wir sind seit Jahren auf Wachstumskurs", sagte Reitz. "Das haben wir 2013 fortgesetzt." Der Umsatz legte um satte 30 Prozent auf 62,2 Millionen Euro zu, der Vorsteuergewinn sogar noch stärker: plus 32 Prozent auf 17,3 Millionen Euro. "Damit haben wir das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt", freute sich Finanzchefin Iris Weidinger. "Das ist eine hervorragende Basis für unsere weitere Entwicklung."

Davon profitiert auch die Stadt Leipzig. "2013 war für uns ein Rekordjahr. Und das auch gilt für die Gewerbesteuer", sagte Weidinger. Erstmals wurden etwas mehr als fünf Millionen Euro überwiesen: 5 028 674 Millionen Euro landeten auf diesem Weg in der Stadtkasse - gut 900 000 Euro mehr als ein Jahr zuvor. "So viel war es noch nie." Damit gehört die EEX zu den größten Steuerzahlern des Stadt. Oben drauf gibt es noch eine Dividende. Denn über ihre Holding LVV ist die Stadt mit 7,4 Prozent an der EEX beteiligt - und bekommt damit von den 7,2 Millionen Euro, die ausgeschüttet werden, 532 000 Euro ab. Insgesamt landen damit fast 5,6 Millionen Euro in der Stadtkasse. Weitere 325 000 Euro Dividende gehen an den Freistaat Sachsen, der 4,5 Prozent an der EEX hält.

Das Wachstum sorgt auch für neue Jobs: Die Belegschaft wuchs 2013 um 16 Mitarbeiter auf 161. Die meisten davon sitzen in der Leipziger Zentrale im City-Hochhaus am Augustusplatz: 149, 14 mehr als ein Jahr zuvor. 2014 sollen weitere Jobs hinzukommen - "auch in Leipzig", sagte Weidinger. Mitte des Jahres soll zudem ein neues Büro in Mailand eröffnen - mit zunächst zwei Mitarbeitern. Für die EEX wäre es der vierte Auslandsstandort nach Paris, London und Brüssel. Zusammen kommen sie bisher auf zwölf Mitarbeiter.

Zulegen konnte die EEX in allen Bereichen. Der Löwenanteil kommt weiter aus dem Stromhandel, auf den fast zwei Drittel des Umsatzes entfielen. Gegenüber 2012 legte das Segment noch einmal um 35 Prozent auf 39,8 Millionen Euro zu. 20 Prozent des Stromhandels laufen inzwischen über die EEX. Der Anteil soll weiter steigen. "Da ist noch Wachstumpotenzial", sagte Reitz. Noch mehr Chancen sieht er im noch jungen Gashandel. Zwar legte der um satte 63 Prozent auf drei Millionen Euro Umsatz zu. Insgesamt macht Gas aber nur fünf Prozent des EEX-Umsatzes aus. Auch der Marktanteil liege erst bei fünf Prozent. "Da ist noch viel Luft nach oben."

Das neue Jahr sieht Reitz mit Zuversicht. Zwar heißt es im Geschäftsbericht vorsichtig, dass Umsatz und Gewinn wohl zurückgehen werden. Nach den ersten drei Monaten ist Reitz aber schon optimistischer. "Der positive Trend hat sich überall fortgesetzt. Das gibt allen Grund, sehr optimistisch in die Zukunft zu schauen." Noch sei aber nicht klar, ob es so weitergehe. Dafür seien die Energiemärkte einfach zu unberechenbar. Doch wenn es gut laufe, dürfte es 2014 erneut ein Rekordjahr geben. "Das ist aber kein Selbstläufer."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2014
Frank Johannsen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr