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Rotkäppchen geht auf Wanderschaft: Mehr Sektkellereien im Ausland

Rotkäppchen geht auf Wanderschaft: Mehr Sektkellereien im Ausland

Die Rotkäppchen-Mumm-Sektkellereien nehmen verstärkt Kurs auf das Ausland. „Die Luft in Deutschland wird beim Sekt immer dünner. Ganz klar, dass wir da auf Internationalisierung setzen", sagte der neue Chef des Freyburger Unternehmens, Christof Queisser.

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Sektmarktführer Rotkäppchen-Mumm will internationale mehr Präsenz zeigen.

Leipzig. Präsent sei Rotkäppchen-Mumm bereits in China, Hongkong oder Singapur.

„Gute Erfahrungen machen wir gerade in Kanada, insbesondere mit alkoholfreiem Sekt", sagte Queisser, der seit August vergangenen Jahres die Nachfolge von Gunter Heise angetreten hat. Queisser, in Frankfurter am Main geboren, arbeitete beim Konsumgüter-Konzern Unilever, bei Tengelmann und Varta. Zuletzt war der 43-Jährige beim Fleisch- und Wurstwaren-Hersteller Zimbo in Bochum Vorsitzender der Geschäftsführung.

„Wir haben bewusst einen Vertriebs-und Marketingexperten mit Auslandserfahrung gesucht", sagte Heise, der nach 20 Jahren im Chefsessel des Freyburger Sektherstellers jetzt Beiratsvorsitzender von Rotkäppchen-Mumm ist. Der 62-Jährige schloss auch Übernahmen im Ausland nicht aus, um Märkte zu erobern. Die Kasse sei gut gefüllt. Wichtige Investitionen in Erhalt und Ausbau der Produktion habe man in den Vorjahren getätigt.

Insgesamt ist das Ausmaß des Exports noch bescheiden. 2012 verkaufte Rotkäppchen-Mumm eine Million Flaschen Sekt ins Ausland. „Allerdings gibt es keinen Zwang zum Wachstum im Ausland", ergänzte Queisser. „Unser Hauptaugenmerk liegt wie in der Vergangenheit auf dem nationalen Markt." Dort habe man im Vorjahr die Position als Sekt-Marktführer mit einem Anteil von rund 50 Prozent weiter festigen können. „Trotz der Marktgegebenheiten. Insbesondere haben uns die gestiegenen Energie- und Grundstoffpreise zu schaffen gemacht", so Queisser, der deshalb als eine seiner ersten Amtshandlungen eine Preiserhöhung bei mehreren Sektsorten (Mumm, Jules Mumm, MM-Extra) durchsetzen musste. 2012 verkauften die Freyburger 240,4 Millionen Flaschen, nach 234,9 Millionen im Jahr davor. Beim Umsatz legte das Unternehmen um 2,9 Prozent auf 855,6 Millionen Euro zu. Zahlen für 2013 werden im April veröffentlicht.

Neben dem Freyburger Standort gehören zum Unternehmen Kellereien in Eltville und Hochheim (beide Hessen) sowie in Breisach am Rhein (Baden-Württemberg). Ferner kauften die Freyburger die Weinmarke Blanchet. Hinzu kommt das Spirituosengeschäft – größter Standort ist Nordbrand Nordhausen.

Neben Heise sitzen im Beirat auch Vertreter aus dem Hause Eckes. Die Familie Harald Eckes-Chantré hält 58 Prozent der Anteile von Rotkäppchen-Mumm.

Andreas Dunte

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