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Sachsen braucht mehr Lehrlinge - Arbeitsagentur wirbt für Fachberufe

Studium statt Lehre? Sachsen braucht mehr Lehrlinge - Arbeitsagentur wirbt für Fachberufe

Kaum eine Warnung wird so oft wiederholt wie die vor einem drohenden Mangel an Facharbeitern. Doch in Sachsen läuft das Studium inzwischen der dualen Ausbildung den Rang ab. Experten sind deshalb besorgt.

Ein Lehrling in der Grundausbildung Metall: In Sachsen fehlen junge Menschen, die eine Lehre antreten wollen. (Archivbild)

Quelle: dpa

Chemnitz. Hörsaal statt Werkstatt: Immer mehr junge Sachsen gehen lieber zum Studium als zur Ausbildung in Unternehmen. Die Arbeitsagentur wies am Samstag auf negative Folgen dieser Entwicklung hin. Denn damit verschärfe sich der drohende Fachkräftemangel. «Mit gut ausgebildetem Nachwuchs können Unternehmen ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sichern. Deshalb muss es gelingen, mehr Jugendliche für die betriebliche Ausbildung zu begeistern», erklärte der Chef der sächsischen Arbeitsagentur, Klaus Peter Hansen. Neben Sachsen gab es zuletzt auch in Bremen und Berlin mehr Studienanfänger als Lehrlinge zu Beginn der Ausbildung. Bundesweit ist das Verhältnis noch umgekehrt - auch wenn es sich immer mehr annähert.

Experten fordern deshalb mehr Werbung für die betriebliche Berufsausbildung. Damit habe man sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, heißt es immer wieder. Die Befürworter verweisen nicht nur darauf, dass man schon vom ersten Tag der Ausbildung an eigenes Geld verdient. Auch mit der Entscheidung für einen Beruf könne man berufsbegleitend studieren, seinen Techniker oder Meister machen. «Für die sächsischen Schüler sind die Chancen auf eine Berufsausbildung in Sachsen sehr gut. Vergangenes Jahr gab es für fast jeden Schüler mindestens eine Lehrstelle», rechnete Hansen vor. Für einzelne Jugendliche sei es mitunter aber nicht leicht, sich für den richtigen Beruf zu entscheiden.

Hansen empfahl Betroffenen die Berufsberatung der Arbeitsagenturen: «Unsere Berater kennen den regionalen Arbeitsmarkt, aktuelle Trends, Berufe und deren Zukunftschancen. Das, kombiniert mit den Talenten und Interessen der Jugendlichen, bildet eine gute Grundlage für die Berufswahl.» An die Unternehmen appellierte er, auch Bewerbern mit schwächeren Zeugnissen eine Chance zu geben: «Denn es zeigt sich oft, dass Schüler trotz schulischer Defizite für die Ausbildung gut geeignet sind. Motivation, Engagement und Zuverlässigkeit zeichnen viele Jugendliche aus.» Die Arbeitsagenturen würden Jugendlichen und Firmen Hilfe geben, sollten zu Beginn oder im Verlauf der Ausbildung Defizite auftreten.

In Sachsen gibt es seit 2012 mehr Studienanfänger als Jugendliche, die eine Berufsausbildung beginnen. Bereits heute suchen Betriebe aller Branchen händeringend gut ausgebildetes Personal, hieß es.

LVZ

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