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Sachsen hängt bei schnellem Internet hinterher - Dulig will gegensteuern

Bis 2025 Sachsen hängt bei schnellem Internet hinterher - Dulig will gegensteuern

Sachsen ist bei schnellen Internetverbindungen bisher alles andere als ein Vorreiter. Das wurmt Wirtschaftsminister Martin Dulig. Jetzt soll der Ausbau endlich in geordnete Bahnen kommen. Binnen neun Jahren soll es auch im Freistaat vermehrt schnelles Internet geben.

Bis 2025 soll es in Sachsen flächendeckend schnelles Internet geben.

Quelle: dpa

Dresden. Sachsen will bei seiner „Digitalen Offensive“ Tempo machen und im Internet nicht länger hinterherhinken. Am Dienstag beschloss das Kabinett die Strategie „Sachsen Digital“. Ein Ziel besteht darin, bis 2025 flächendeckend ein schnelles Internet mit einer Übertragungsrate von mehr als 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zu haben. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums liegt der Freistaat im bundesweiten Vergleich beim Internet mit mindestens 50 Mbit/s derzeit auf dem drittletzten Platz. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) drängt zur Eile: „Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt handeln. Wir müssen nachholen.“ Die Offensive soll die Weichen für einen Breitbandausbau neu stellen. Sachsen will dafür Gelder von Bund, Land und EU verwenden. Dabei sieht man aber zuerst private Telekommunikationsunternehmen in der Pflicht. Dulig vermutet, das deren zögerliches Verhalten bei Investitionen mit der zu geringen Wirtschaftskraft in ländlichen Regionen zusammenhängt. Der Investitionsbedarf für einen Ausbau auf 100-Mbit/s-Standard wird in Sachsen auf 2,6 Milliarden Euro veranschlagt. Die Übertragungsrate ist eine Kennziffer dafür, wie schnell Datenmengen heruntergeladen werden können.

Die Strategie beinhaltet ein ganzes Bündel an Maßnahmen, darunter die Förderung des Breitbandausbaus, die Ansiedlung eines Software-Institutes und die Digitalisierung der Verwaltung. Dulig räumte ein, dass bei diesem Thema in der Bevölkerung auch Ängste auftauchen - beispielsweise um den Arbeitsplatz. Nach Berechnungen könnten als Folge der Digitalisierung und damit einhergehender Automatisierungsprozesse zwar 610.000 Jobs in Deutschland wegfallen, zugleich aber auch 960.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Im Saldo bliebe so ein Plus von 350 000 Jobs.

Nach Meinung der Grünen hat Sachsen einen „digitalen Kraftakt“ bitter nötig. Die Landtagsabgeordnete Claudia Maicher meldete zum Vorgehen der Regierung aber auch Bedenken an. „Ich halte es für den falschen Weg, die alte, nicht mehr erreichbare Zielmarke einfach durch eine neue zu ersetzen: Flächendeckende 100 Mbit/s bis 2025 sind genauso wenig nachhaltig wie 50 Mbit/s bis 2018.“ Nachhaltig sei allein eine Glasfaser-Infrastruktur, mit der der Bedarf für Jahrzehnte gedeckt werden könne. Glasfaser ermöglicht sehr hohe Übertragungsraten, ist aber auch sehr teuer. Dulig hatte klargestellt, dass die Förderung nicht von der Art der Technologie abhängig gemacht werde.

LVZ

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