Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Sachsen und Saarland wollen bromhaltiges Styropor nun doch verbrennen lassen

Entsorgungsproblem Sachsen und Saarland wollen bromhaltiges Styropor nun doch verbrennen lassen

Styropor ist leicht entflammbar - deswegen sind viele alte Dämmplatten mit dem giftigen Brandschutzmittel HBCD imprägniert. Eine neue Entsorgungsvorschrift macht so großen Ärger in der Baubranche, dass sie nach nur wenigen Wochen wieder gekippt werden könnte.

Viele Bauunternehmen haben derzeit massive Entsorgungsprobleme, weil bromhaltige Styropor-Dämmplatten nicht imehr in Müllverbrennungsanlagen entsorgt werden dürfen.

Quelle: dpa

Leipzig. Angesichts stillstehender Baustellen wollen Sachsen und das Saarland die Entsorgung bromhaltiger Styropor-Dämmplatten wieder erleichtern. Bei der Umweltministerkonferenz am kommenden Mittwoch will Sachsens Ressortchef Thomas Schmidt (CDU) beantragen, eine erst seit 1. Oktober gültige neue Vorschrift zur gesonderten Verbrennung der mit dem giftigen Brandschutzmittel HBCD imprägnierten Styroporplatten wieder zu kippen. Darüber hatte zuvor die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch) berichtet. Das Saarland hat sich dem sächsischen Vorstoß angeschlossen. Ob der Vorstoß die notwendige einstimmige Mehrheit findet, ist ungewiss.

Derzeit finden viele Dachdecker keine Müllverbrennung, die die Platten annimmt, deswegen stehen nach Angaben von Handwerkern auch viele Baustellen still. Die gesonderte Verbrennung ist zwar Pflicht - doch haben viele Müllverbrennungsanlagen gar keine Genehmigung dafür. «Die Situation für die Handwerksbetriebe bleibt dramatisch. Sie bleiben auf dem Abfall sitzen», sagte Hans Peter Wollseifer, der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). «Bauvorhaben können nicht abgearbeitet werden, werden gestoppt oder gar nicht erst gestartet.» Um weitreichende Folgen für die Bürger sowie Kündigungen oder Betriebsschließungen im Bauhandwerk zu verhindern, müsse «dieser Notstand dringend beendet werden».

Sachsen und das Saarland schlagen vor, dass HBCD-haltige Abfälle wie in der Vergangenheit zusammen mit anderen Abfällen verbrannt werden können. Auf diese Weise wäre die laut EU-Recht erforderliche Vernichtung in Abfallverbrennungsanlagen technisch wieder unproblematisch möglich, erklärte ein Ministeriumssprecher in Dresden.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) macht die Länder für das Problem verantwortlich. Das stößt auf Widerspruch: Wenn das Bundesministerium Vorbehalte gegen die vom Bundesrat getroffene Regelung gehabt hätte, «hätte die Bundesregierung von ihrem Recht, eine vom Bundesrat beschlossene Verordnung nicht zu verkünden, Gebrauch machen müssen», sagte der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Thomas Griese (Grüne).

LVZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
 
Treffpunkt für Unternehmen
05.12.2016, 09:00 Uhr - 10:30 Uhr
10. Sächsischen Umweltmanagement-Konferenz
05.12.2016, 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
13. Mitteldeutscher Unternehmertag
05.12.2016, 12:00 Uhr - 18:30 Uhr
Branchentreff Handelsvertreter
12.12.2016, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr
Gründerabend
14.12.2016, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Gründerabend
11.01.2017, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr