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Sachsens Apotheker klagen über dramatischen Gewinneinbruch

Sachsens Apotheker klagen über dramatischen Gewinneinbruch

Die Gewinne der Apotheken in Sachsen befinden sich auf Talfahrt. „Ich möchte nicht jammern, aber die Situation ist dramatisch“, sagte Göran Donner, Sprecher der Landesapothekerkammer, anlässlich des bundesweiten Tages der Apotheke an diesem Donnerstag.

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Die Gewinne der Apotheken in Sachsen befinden sich auf Talfahrt. „Ich möchte nicht jammern, aber die Situation ist dramatisch“, sagte Göran Donner, Sprecher der Landesapothekerkammer.

Quelle: dpa

Dresden. Schuld daran sei vor allem das kürzlich verabschiedete Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz:

Apotheker sehen sich durch schlechtere Einkaufsbedingungen im Großhandel belastet, der die verordneten Rabatte auf die Apotheken abwälze.

Zu schaffen macht den Pharmazeuten auch eine Regelung, die 2004 in Kraft trat. Seitdem erhalten sie einen Pauschalpreis von 8,10 Euro pro Packung - unabhängig vom Preis des Arzneimittels. Davon müssten sämtliche Kosten für das Personal, Labor oder Versicherungen beglichen werden.

„Hinzu kommt, dass die Anzahl der verkauften Packungen seit Jahren zurückgeht“, erklärt Donner. Und: Bei Pille, Aspirin und Co. greifen immer mehr Kunden zur Großpackung. Zudem bekommen die Apotheker zunehmend den Internetversandhandel zu spüren. „Vor allem bei den frei verkäuflichen Medikamenten gibt es erhebliche Einbrüche“, so Donner.

Er sieht für die Apotheker nur einen Weg, um die Kunden auch künftig zu binden: „Wir setzen auf den persönlichen Kontakt, sind im Gespräch mit den Leuten aus unserer Region, das ist unsere Chance“. Viele Apotheken bieten zudem auf ihrer Homepage Rezeptformulare an, mit denen Medikamente vorbestellt werden können - und liefern sie bis nach Hause.

Derzeit gibt es rund 1000 Apotheken in Sachsen, die Zahl ist seit Jahren konstant - entgegen dem bundesweiten Trend. Vor allem in ländlichen Regionen hätten aber viele ältere Kollegen inzwischen Mühe, einen Nachfolger zu finden. Junge Pharmazeuten ziehe es in die Großstädte, nur die wenigsten wollen sich mit einem eigenen Betrieb niederlassen. „Das ist ja immer auch ein Risiko“, so Donner.

Dennoch ist für viele junge Menschen Apotheker nach wie vor ein Traumberuf. Als einzige Stadt in Sachsen bietet Leipzig jedes Jahr 50 Pharmazie-Studienplätze an. Die Nachfrage ist groß: Auf jeden Platz kommen zwischen drei und vier Bewerber. Viele arbeiten nach ihrem Abschluss für Krankenkassen, gehen in die Forschung oder arbeiten für die Industrie.

Zum bundesweiten Tag der Apotheke rufen die Pharmazeuten in diesem Jahr zur Organspende auf, unter dem Motto „In jedem steckt ein Lebensretter“. In den Apotheken liegen Organspendeausweise und Informationen über das Thema bereit.

dpa

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