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Sachsens Bauern hoffen auf gutes Erntewetter und steigende Preise

Landwirte vorsichtig optimistisch Sachsens Bauern hoffen auf gutes Erntewetter und steigende Preise

Trotz eines feuchten und kalten Frühjahrs: Die Landwirte im Freistaat erwarten in diesem Jahr eine durchschnittliche bis gute Ernte. Mit Sorge betrachten sie aber die Preisentwicklung für Agrarprodukte und den Klimawandel.

Nach einem kühlen und feuchten Frühjahr und teils unwetterartigen Niederschlägen im Mai und Juni erwarten Sachsens Bauern eine durchschnittliche bis gute Ernte. (Archivbild)

Quelle: dpa

Großdittmansdorf. Nach einem kühlen und feuchten Frühjahr und teils unwetterartigen Niederschlägen im Mai und Juni erwarten Sachsens Bauern eine durchschnittliche bis gute Ernte. In günstigen Lagen würden Erträge mindestens im langjährigen Mittel erwartet, teilte der Landesbauernverband am Mittwoch in Großdittmansdorf mit. Auf den übrigen Standorten rechneten die Bauern mit etwa 90 Prozent des Vorjahresertrages. Das kühle und feuchte Wetter habe für schwierige Bedingungen bei Sommergerste und -weizen aber auch bei Kartoffeln und Mais gesorgt. Vereinzelt sei es auch zu Hagelschäden gekommen.

„Sachsens Landwirtschaft ist betroffen vom Klimawandel und muss sich auf dauerhafte Veränderungen einstellen“, sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU). Das Land helfe dabei mit Fördermitteln. „Das betrifft sowohl erforderliche Investitionen als auch den Wissenstransfer.“

Ende Juni sei auf den leichten Böden in Nordsachsen mit der Ernte der Wintergerste begonnen worden. Auch andernorts sei sie zwischenzeitlich angelaufen. In den Mittelgebirgslagen werde die Ernte in den nächsten Tagen beginnen. Die Qualität der Wintergerste lasse auf mittlere bis gute Ergebnisse hoffen. Beim Raps könne noch keine Aussage getroffen werden, da sich die Bestände sehr unterschiedlich zeigten, so der Landesbauernverband.

Mit Sorge werde die Preisentwicklung an den Agrarmärkten betrachtet, sagte Landesbauernpräsident Wolfgang Vogel. „Wir brauchen dringend höhere Preise in allen Sparten, um das wirtschaftliche Überleben der Landwirtschaftsbetriebe zu sichern.“ Wichtig sei nun erst einmal, die Ernte einzubringen. „Hier benötigen wir in den kommenden Erntewochen trockenes und warmes Wetter, um eine zügige Abreife des Getreidekorns zu erzielen.“

Die sächsischen Landwirte bewirtschaften in diesem Jahr knapp 710 000 Hektar Ackerland. Auf mehr als der Hälfte (385 800 Hektar) wird Getreide angebaut. Während die Anbaufläche für Wintergetreide zunahm, verringerte sich die für Sommergetreide, besonders für Sommergerste. Auch die Anbauflächen für Mais und Kartoffeln wurden um 1700 beziehungsweise 100 Hektar kleiner. Zuckerrüben legten bei der Anbaufläche dagegen um 2000 Hektar zu.

LVZ

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