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Sachsens Sparkassen vergeben mehr Kredite

Boom dank Niedrigzinsen Sachsens Sparkassen vergeben mehr Kredite

Die historisch niedrigen Zinsen lassen das Kreditgeschäft der sächsischen Sparkassen weiter boomen. Zugleich wachsen auch die Einlagen. Weil es auch hier kaum Zinsen gibt, bevorzugen Sparer kurzfristig verfügbare Anlageformen.

Die Sparkassen vergeben mehr Kredite.

Quelle: dpa

Berlin. Allein im ersten Halbjahr vergaben die zwölf Geldinstitute im Freistaat neue Darlehen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. 781 Millionen Euro davon liehen sich Privatpersonen, auf Unternehmen und Selbstständige entfielen über 1,2 Milliarden Euro. Damit wurden die Spitzenwerte des Vorjahres erneut erreicht, zeigte sich der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Michael Ermrich, am Dienstag in Berlin zufrieden.

Er unterstrich, die sächsischen Sparkassen hätten genügend Geld, um Kreditwünschen von Privatleuten, Unternehmen und der öffentlichen Hand nachzukommen. Die derzeit lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) brauchten die regionalen Geldinstitute nicht. Das Problem sei vielmehr, dass wegen der Struktur der Wirtschaft im Osten nicht genügend Kredite ausgereicht würden. Die Investitionstätigkeit in vielen westdeutschen Ländern sei wesentlich höher. Zugleich beobachte er, dass ostdeutsche Schuldner ihre Verbindlichkeiten bei den Sparkassen schneller abbauten, sagte Ermrich.

Auch Einlagen steigen

Insgesamt haben Privatkunden und Unternehmen in Sachsen derzeit Kredite in Höhe von 20,3 Milliarden Euro aufgenommen. Gleichzeitig wuchsen die Einlagen der Kunden bei ihren Sparkassen um 775 Millionen auf mittlerweile 39,8 Milliarden Euro. Das Geldvermögen der privaten Sparkassenkunden im Freistaat kletterte um 386 Millionen auf 53,5 Milliarden Euro.

Weil die Zinsen nach wie vor extrem niedrig sind, bevorzugten die Kunden kurzfristig verfügbare Anlagen mit nominaler Verzinsung. Der Bestand dieser Anlagen ist von Januar bis Juni um zehn Prozent auf 4,2 Milliarden Euro angewachsen. Auch Wertpapiere, Aktien und Anleihen stehen bei den Anlegern der Sparkassen derzeit hoch im Kurs. Für 1,2 Milliarden Euro wurden Papiere gekauft und für 939 Millionen verkauft.

OSV-Präsident Ermrich warnte zugleich eindringlich davor, dass ostdeutsche Sparer im Notfall für insolvente Banken im Ausland in Anspruch genommen werden, wie dies die EU mit ihren Plänen zur europäischen Einlagensicherung vorgeschlagen habe. Die Brüsseler Reformpläne müssten gestoppt werden, appellierte er an die jetzige wie an die künftige Bundesregierung.

Von Reinhard Zweigler

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