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Sachsens Wirtschaftsminister Morlok kritisiert EEG - Quotenmodell vorgeschlagen

Sachsens Wirtschaftsminister Morlok kritisiert EEG - Quotenmodell vorgeschlagen

Berlin/Dresden. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) hat sich für eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgesprochen. In seiner derzeitigen Ausgestaltung sei es zu ineffizient und untauglich, um die umweltpolitischen Ziele der Regierung zu erreichen, erklärte Morlok am Montag in Berlin.

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Unternehmen und Verbraucher würden durch die EEG-Umlagen über die Maße belastet, kritisiert Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP).

Quelle: dpa

Unternehmen und Verbraucher würden durch die EEG-Umlagen über die Maße belastet.

Morlok stellte ein von Sachsen in Auftrag gegebenes Gutachten vor, das statt des EEG ein Quotenmodell vorsieht. Bei einem solchen System setzt der Staat eine bestimmte Menge an Strom aus Erneuerbaren Energien fest, die bereitgestellt werden muss. Pro Megawattstunde Ökostrom erhalten die Versorger Zertifikate, die auch an der Börse gehandelt werden können. Ob die Stromversorger den Ökostrom selbst erzeugen, von Dritten einkaufen oder über Zertifikate erwerben, bleibe ihnen überlassen, hieß es.

Laut Gutachten könne damit die weitere Errichtung von EE-Anlagen entsprechend der Nachfrage gesteuert werden, die Versorger stünden zudem im stärkeren Wettbewerb um Kunden. „Unser Ziel sind bezahlbare Strompreise“, so Morlok.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) zeigt sich unterdessen verwundert über die wiederholten Forderungen nach einem Quotenmodell. „Ausgerechnet diejenigen, die am lautesten nach mehr Markt und Wettbewerb rufen, möchten ein System etablieren, dass an Mehrkosten, staatlichen Vorgaben und bürokratischem Aufwand kaum zu übertreffen ist“, sagte BEE-Präsident Dietmar Schütz. Mittelständische Unternehmen müssten für die Zertifizierung mit hohen Kosten rechnen. Anlagenbetreiber könnten zudem schlechter planen, weil die Marktpreise für die Zertifikate schwankten.

Die Reaktionen in Sachsen fallen gemischt aus: Die FDP-Fraktion im Landtag begrüßte den Vorstoß von Morlok. Das EEG lasse die Stromkosten explodieren und belaste auch die sächsischen Verbraucher immer stärker. Ein quotenbasiertes Modell sei ein kluger Ansatz, erklärte der parlamentarische Geschäftsführer Torsten Herbst. Die Linken sehen das Problem eher in der Braunkohle, deren Strom „die Netze verstopfe“. Um Erneuerbaren Energien Platz zu machen, müsse der Anteil des Stroms aus Braunkohle gesenkt werden, hieß es.

dpa

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