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Schlecker verkündet Schließliste – zehn Filialen in Leipzig betroffen

Schlecker verkündet Schließliste – zehn Filialen in Leipzig betroffen

Schlecker hat am Mittwoch die Liste der ersten 2000 Drogeriefilialen, die endgültig geschlossen werden verkündet. Während Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz in Oberhof Verhandlungen mit dem Betriebsrat fortsetzte, sollen die betroffenen Märkte bald mit dem Räumungsverkauf beginnen.

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Wird geschlossen: Die Schlecker-Filiale in der Leipziger Karl-Liebknecht-Straße.

Quelle: Regina Katzer

Oberhof/Ehingen. Die betroffenen Filialen wurden seit Dienstagabend mit Faxen über ihre Schließung informiert. In Leipzig sind insgesamt zehn Läden betroffen: in der Rödelstraße, Karl-Liebknecht-Straße, Landsberger Straße, Pestalozzistraße, Klingenstraße, Plovdiver Straße, Gorkistraße, Dieskaustraße, Georg-Schwarz-Straße und im Ranstädter Steinweg. Am Mittwoch wurden die zehn auch in einer 40-seitigen Liste genannt, die das Unternehmen auf dem Schlecker-Blog veröffentlichte.

Zudem sollen auch im Leipziger Umland weitere Läden von Schlecker verschwinden, in Altenburg, Döbeln, Grimma, Torgau und Wurzen. Insgesamt sollen in Sachsen voraussichtlich 128 Läden schließen, in Thüringen 70.

In der Leipziger Filiale in der Karl-Liebknecht-Straße lief der Geschäftsbetrieb am Mittwoch zunächst wie gewohnt weiter. Äußern wollten sich die Mitarbeiter nicht zu der Ankündigung. Sie waren aber auch Medienanfragen vorbereitet und verteilten Zettel mit der Telefonnummer der Schlecker-Pressestelle.

Geiwitz spricht mit den Arbeitnehmervertretern noch über die Prüfung von rund 400 weiteren Läden. Darüber hinaus sollen rund 12.000 Jobs wegfallen.

"Das, was angedacht wurde, wird tatsächlich umgesetzt", kommentierte gestern Jörg Lauenroth-Mago, Fachbereichsleiter von Verdi, die Zahlen. Die schlimmsten Befürchtungen seien damit bestätigt worden. Allerdings hoffe man, dass es nicht endgültig bei dieser Liste bleibt, so der Gewerkschafter.

Mit Blick auf eine Transfergesellschaft, die die betroffenen Mitarbeiter auffangen soll, hofft der Insolvenzverwalter weiterhin darauf, dass die Politik einen Kredit oder eine Bürgschaft ermöglicht.

Sollte keine staatliche Finanzspritze für eine Transfergesellschaft kommen, könnte das Investoren für die insolvente Drogeriekette abschrecken, warnte Geiwitz.

Die bundeseigene Förderbank KfW hatte Kredite abgelehnt. Nils Schmid (SPD), Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg, forderte am Dienstag die Bundesregierung jedoch erneut zur Hilfe auf. Landesförderbanken könnten die Transfergesellschaft nicht ohne Weiteres finanzieren, daher bleibe der KfW-Kredit "der Königsweg".

Die nötigen rund 70 Millionen Euro kann Schlecker laut Geiwitz innerhalb eines halben Jahres, für das eine solche Gesellschaft gedacht wäre, zurückzahlen. Nächste Woche wollen sich auch die Bundesländer nochmals koordinieren. Im Gespräch sind auch Landesgesellschaften. Verdi-Experte Lauenroth-Mago forderte daher auch die mitteldeutschen Landesregierungen auf, tätig zu werden.

sas/mro/dpa

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