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Schokoladenfabrik Halloren mit mehr Umsatz - Aber auch mehr Verlust

Schokoladenfabrik Halloren mit mehr Umsatz - Aber auch mehr Verlust

Deutschlands älteste Schokoladenfabrik Halloren kann ihr Geschäft angesichts guter Nachfrage und eines Zukaufs weiter ausbauen. Im ersten Halbjahr kletterten die Umsätze um 20,5 Prozent auf 31,3 Millionen Euro.

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Deutschlands älteste Schokoladenfabrik Halloren kann ihr Geschäft angesichts guter Nachfrage und eines Zukaufs weiter ausbauen.

Quelle: Volkmar Heinz

Halle. Zugleich vergrößerte sich im traditionell schwachen ersten Halbjahr aber der Verlust, wie das Unternehmen am Donnerstag in Halle mitteilte. Wegen des stark saisonal schwankenden Geschäfts und gestiegener Rohstoffkosten lag der Verlust vor Steuern bei knapp 1,1 Millionen Euro. Das Defizit war damit rund 40 Prozent größer als im ersten Halbjahr 2011. Nettoergebnisse veröffentlicht das Unternehmen zum Halbjahr bislang nicht.

Gewinne würden traditionell im Jahresverlauf erst ab September auflaufen, sagte Finanzvorstand Andreas Stuhl der Nachrichtenagentur dpa. Überschüsse aus dem Ostergeschäft würden meist im Sommer wieder wegschmelzen, erst in den Monaten vor Weihnachten gehe es wieder aufwärts. „Schokoladenzeit ist die kalte Jahreszeit.“

Ähnlich wie der viel größere Mitbewerber Ferrero, der im Sommer seine „Mon Chéri“-Pralinen aus dem Angebot nehme und stattdessen besonders leichte Schokolade bewerbe, reagiere auch Halloren auf die saisonale Nachfrage. Im Sommer würden fruchtigere Schokoladensorten oder weiße Schokolade aus dem Kühlschrank besser laufen. Bei mehr als 30 Grad breche die Nachfrage nach Pralinen oder Trüffeln aber ein, sagte Stuhl.

Probleme bereiten dem Unternehmen stark schwankende Preise für den Einkauf von Kakao und Zucker. Vereinbarungen mit den Kunden würden dazu führen, dass höhere Preise im zweiten Halbjahr erzielt würden. Das börsennotierte Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitern bietet 180 Produkte, darunter auch die traditionellen Halloren-Kugeln. Zum Jahresanfang hatte die Gruppe zudem eine Schokoladenfabrik in den Niederlanden übernommen.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Halloren seine Prognose von einem Umsatz von 86 Millionen Euro, das wären 26 Prozent mehr als 2011. Das Ergebnis vor Steuern soll um 36 Prozent auf 3,8 Millionen Euro steigen. Unter dem Strich stand im vergangenen Jahr ein Gewinn von 2,6 Millionen Euro. Vom kommenden Jahr an will Halloren auch bei den Quartalszahlen Nachsteuerergebnisse veröffentlichen.

dpa

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