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Schwarzbierbrauerei will im Ausland stärker Fuß fassen

Deutscher Marktführer Schwarzbierbrauerei will im Ausland stärker Fuß fassen

Schwarzbier aus Bad Köstritz ist Marktführer in Deutschland. Doch weil hierzulande immer weniger Bier getrunken wird, blickt die Ostthüringer Brauerei verstärkt ins Ausland - und rüstet sich für ihr 475. Jubiläum im kommenden Jahr.

Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei GmbH in Bad Köstritz. (Archivbild)

Quelle: dpa

Bad Köstritz. Angesichts eines rückläufigen Biermarktes im Inland baut die Köstritzer Schwarzbierbrauerei ihre Aktivitäten im Ausland aus. Inzwischen sei die Zahl der Länder, in denen das Schwarzbier aus Bad Köstritz bei Gera verkauft werde, auf 54 gestiegen, sagte Geschäftsführer Andreas Reimer der Deutschen Presse-Agentur. 2016 seien Bosnien und Malaysia hinzugekommen. Zudem seien erste Lieferungen von Kellerbier nach Asien geplant. Der Exportanteil sei im vergangenen Jahr leicht gestiegen und liege bei mehr als zehn Prozent, erläuterte Reimer.

Genaue Absatzzahlen wollte er nicht nennen. Die Brauerei habe aber vom Trend zu Bierspezialitäten profitiert. In der Vergangenheit war von etwa 700.000 Hektolitern jährlich die Rede - mehr als die Hälfte davon ist Schwarzbier. In diesem Segment ist Köstritzer Marktführer in Deutschland. «Noch immer kommt jedes dritte in Deutschland getrunkene Schwarzbier von uns», betonte Reimer. Ziel sei es, auch beim Kellerbier bis 2020 zum Marktführer aufzusteigen. Bisher belege die zur Bitburger-Gruppe gehörende Brauerei hierbei Platz 3.

Für dieses Jahr plant die Köstritzer Brauerei Investitionen am Standort von rund vier Millionen Euro. Dazu gehört auch die weitere Sanierung des historischen Sudhaus-Anbaus, die auf Hochtouren läuft. Das Gebäude wurde 1925 eröffnet und war bis 1987 in Betrieb, wie Co-Geschäftsführer Uwe Helmsdorf erklärte. In all den Jahren sei kaum etwas verändert worden. «Und nach der Stilllegung lag das Haus in den vergangenen 30 Jahren im Dornröschenschlaf.» Inzwischen seien die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass die restaurierten Panoramafenster eingebaut werden können. Damit sollte an diesem Mittwoch begonnen werden. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten im Wesentlichen abgeschlossen sein.

«Wir wollen mit diesem Projekt für Besucher die Historie und die Brautradition noch stärker erlebbar machen», betonte Helmsdorf. So werden dort künftig originale Gerätschaften von der Würzepfanne bis zum Läuterbottich zu sehen sein nebst historischen Bildern von der Brauerei. Sie feiert im kommenden Jahr ihr 475-jähriges Bestehen.

LVZ

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