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Spitzenmieten in Leipzig klettern weiter – Umland profitiert

12,50 Euro pro Quadramtmeter Spitzenmieten in Leipzig klettern weiter – Umland profitiert

Wer in Mitteldeutschland eine Wohnung sucht, muss dafür mehr Geld einplanen. Die Spitzenmieten für Top-Objekte in den Großstädten steigen weiter und erreichten sogar neue Höchstmarken. In Leipzig werden in der Spitze inzwischen 12,50 Euro bezahlt.

Die Spitzenmieten in Leipzig sind auf 12,50 Euro pro Quadratmeter geklettert.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Spitzenmieten für Wohnungen steigen in Sachsen weiter und markieren neue Höchstmarken. Bei Top-Objekten in Premiumlagen hat Dresden mit derzeit 14 Euro pro Quadratmeter die Nase vorn. Leipzig folgt mit 12,50 Euro auf dem zweiten Platz. Auch im Vergleich zu Sachsen-Anhalt liegen die beiden sächsischen Großstädte vorn. Magdeburg und Halle kommen auf 12,50 beziehungsweise zehn Euro pro Quadratmeter. Chemnitz ist unter den fünf Metropolen das Schlusslicht mit acht Euro. Das ist das Ergebnis des Immobilienpreisspiegels 2015/16, den der Immobilienverband (IVD) Mitte-Ost am Donnerstag in Leipzig vorstellte.

Vor vier Jahren mussten Mieter für Top-Wohnungen noch deutlich weniger zahlen - zwischen 7,50 Euro je Quadratmeter in Chemnitz und zehn Euro in Leipzig. Damals war Dresden mit acht Euro unter den fünf Großstädten am zweitbilligsten. Dennoch "sind die Mietkosten fast in allen Lagen und Ausstattungsklassen nur moderat angestiegen", sagte Karl-Heinz Weiss, Regionalvorsitzender des IVD Mitte-Ost. Sie lägen weiter deutlich unterm Bundesdurchschnitt. Auch die Eigenheime sind in den vergangenen Jahren teurer geworden. In der sächsischen Landeshauptstadt kostet ein freistehendes Haus 650.000 Euro, in Leipzig 580.000 Euro.

Nur noch sieben Prozent Leerstand in Leipzig

"Aufgrund anhaltender Nachfrage nach Wohnraum, Baugrundstücken und Einfamilienhäusern in den sächsischen und sachsen-anhaltischen Metropolen rücken zunehmend deren Randlagen in den Fokus der Mieter und Käufer", machte Weiss als neuesten Trend aus. Ursache dieser Entwicklung ist laut Verband die wachsende Nachfrage nach Wohnungen. Diese ergebe sich aus vermehrtem Zuzug - bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung - sowie höheren Geburtenzahlen.

Das führe nicht nur zu anziehenden Preisen, sondern auch dazu, dass in den großen Städten nicht immer der passende Wohnraum zur Verfügung stünde. Das zeigt sich am Leerstand. In Dresden sind momentan gerade mal zwei Prozent der Wohnungen ungenutzt. In Leipzig sind es zwar sieben Prozent - verglichen mit den 15 bis 17 Prozent in Spitzenzeiten aber recht wenig.

"Speckgürtel" profitiert von wachsender Nachfrage

Daher seien in wachsendem Maße die sogenannten Speckgürtel gefragt. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. "Sind eine funktionierende Infrastruktur, ausreichend Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte sowie eine vernünftige Versorgung moderner Kommunikationsmedien vorhanden, erleben die Gemeinden bis zu 25 Kilometer im Umfeld einer Großstadt eine positive Entwicklung", berichtete der IVD-Regionalvorsitzende.

Als Beispiel nannte sein Stellvertreter Jens Zimmermann die Stadt Stollberg bei Chemnitz. "Hier ist Wachstum angesagt. Nicht zuletzt die gute Anbindung - per Straßen und Citybahn bis Chemnitz - trug dazu bei." Im Raum Leipzig etwa, so Weiss, profitiere Markkleeberg von der steigenden Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum. Als aufstrebende Stadtteile in Dresden nannte er Cotta und Friedrichstadt.

Wohlhabende Ältere treiben Spitzenpreise an

Zudem gewinnen Mittelzentren der IVD-Analyse zufolge an Bedeutung. Plauen und Freiberg seien im Kommen, weiß Weiss. Hier sei in den vergangenen Jahren oftmals der Wohnungsneubau vernachlässigt worden. "Jetzt zieht er an und bietet eine gehobenes Niveau. Das findet seine Abnehmer, denn im Laufe der Jahre sind auch die Wohnansprüche gestiegen."

Dass sich immer mehr Sachsen teurere Mieten leisten können, macht Dirk Radde, Vorstandsmitglied des IVD-Mitte-Ost, an den "jungen Alten" fest. "Damit meine ich Leute, die um die 60 Jahre alt sind, in den 1990er-Jahren ein Haus gebaut haben und es nun verkaufen, weil die Kinder inzwischen ausgezogen sind." Mit dem Verkaufserlös würden sie sich jetzt häufig in guten Citylagen Wohnungen suchen, die richtig tollen Komfort bieten. "Wenn sie dabei fündig werden, sind sie angesichts ihrer finanziellen Situation durchaus bereit, für den Quadratmeter auch mal zehn bis zwölf Euro hinzublättern."

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