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Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Anklage gegen drei frühere Vorstände der Sachsen LB

Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Anklage gegen drei frühere Vorstände der Sachsen LB

Drei ehemalige Vorstände der Sachsen LB müssen sich wegen Untreue und unrichtiger Darstellung vor dem Landgericht Leipzig verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die drei Banker Anklage erhoben.

Leipzig. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit. Bei einer Verurteilung droht den Männern eine Haftstrafe von bis zum fünf Jahren.

Nach den gemeinsamen Ermittlungen mit dem Bundeskriminalamt besteht nun der hinreichende Tatverdacht, dass die Vorstände bei den Jahresabschlüssen für 2003 und 2004 unsauber gearbeitet haben, hieß es. Dabei hätten sie Buchungen auf ein Forderungskonto vorgenommen, obwohl der Saldo trotz Prüfungen gar keinem konkreten Schuldner zugeordnet werden konnte. Damit, so die Staatsanwaltschaft, seien die Geschäftsabschlüsse der Bank so geschönt worden, dass am Ende jeweils Gewinne ausgewiesen wurden. Bis 2008 hätten die Verantwortliche keine Berichtigungen vorgenommen. Vielmehr seien inzwischen auf Grundlage der geschönten Bücher an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Sachsen LB erfolgsabhängige Vergütungen ausgeschüttet worden.Einem der drei Angeschuldigten wird zudem vorgeworfen, Zahlen aus Geschäften der Bank mit den in Irland ansässigen Zweckgesellschaften Georges Quay und Ormond Quay nur unvollständig dargestellt zu haben. Die beiden weiteren Angeschuldigten sollen ihm dabei geholfen haben. Die Geschäfte zwischen den irischen Gesellschaften und der Sachsen LB hatten den Ermittlern zufolge ein Volumen von 23 Milliarden Euro. Die riskanten Transaktionen hatten die Landesbank 2007 im Zuge der Finanzkrise an den Rand der Pleite geführt. Nur durch einen Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) konnte das Institut gerettet werden, das heute unter dem LBBW-Dach als Sachsen Bank im Firmen- und Privatkundengeschäft tätig ist. Der Freistaat Sachsen bürgt indes weiterhin mit insgesamt 2,75 Milliarden Euro für den Ausfall riskanter Wertpapiere der einstigen Landesbank. Bislang sind bereits mehr als 206,5 Millionen Euro davon geflossen. Zu weiteren Vorwürfen gegen fünf weitere ehemalige Vorstände der Sachsen LB dauerten die Ermittlungen noch an. Sichergestellte Unterlagen werteten die Ermittler noch aus, Zeugenvernehmungen seien noch nicht abgeschlossen. Zudem, so die Anklagebehörde, liegt das Anfang Februar 2011 in Auftrag gegebene Gutachten eines Sachverständigen noch nicht vor. Bereits im vergangenen Juni hatte die Staatsanwaltschaft gegen drei Mitarbeiter der Sachsen LB Anklage wegen  Beihilfe zur unrichtigen Darstellung und zur Untreue erhoben.

Matthias Roth

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