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Stadtwerke Leipzig fahren Rekordgewinn ein

Stadtwerke Leipzig fahren Rekordgewinn ein

Die Stadtwerke Leipzig legten im vorigen Jahr einen Gewinnsprung hin. Der kommunale Energieversorger steigerte vorläufigen Zahlen zufolge im vorigen Jahr das Ergebnis um knapp 25 Prozent auf 74,5 Millionen Euro - ein neuer Rekord.

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Die Stadtwerke Leipzig aus der "Vogelperspektive" fotografiert.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Die Zahlen gehen aus dem aktuellen Management-Report hervor, den die städtische Beratungsgesellschaft für Beteiligungsverwaltung (BBVL) erstellt hat. Den Überschuss werden die Stadtwerke an die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) abführen. Hauptaufgabe der LVV, die zu 100 Prozent der Stadt gehört, ist, mit den Gewinnen vor allem der Stadt- und der Wasserwerke den öffentlichen Personennahverkehr zu bezahlen.

Der Stadtwerke-Überschuss fiel laut dem vertraulichen Bericht - er liegt der LVZ vor - sogar um 7,6 Millionen Euro höher aus als erwartet. Diese Verbesserung sei maßgeblich auf einen neuen Gasvertrag zurückzuführen, den die Stadtwerke mit dem Leipziger Erdgasimporteur VNG abgeschlossen hat, heißt es in dem Report. Die Stadtwerke lehnten eine Stellungnahme ab. Der Jahresabschluss müsse erst vom Aufsichtsrat gebilligt werden.

Nach Ansicht von Experten handelt es sich um ein für längere Zeit einmaliges Ergebnis. Das Gewinnplus liegt auch an Erlösen aus den Verkäufen der Stadtwerke-Töchter HL-Komm und Perdata. Zudem wirkte sich mit 1,4 Millionen Euro der anteilige Überschuss aus, den HL-Komm erwirtschaftet hatte. Das Rathaus erwartet von den Stadtwerken einen jährlichen Gewinn von 65 Millionen Euro. Das Geschäft des Energieunternehmens ist stark vom Wetter abhängig. Ein langer kalter Winter führt meist zu höheren Erlösen beim Absatz von Gas und Fernwärme.

Nicht auf Rekordkurs waren 2012 die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL). Statt des einst eingeplanten Gewinns von 20 Millionen Euro rechnet die Geschäftsführung mit einem Überschuss von rund 13 Millionen Euro. Das liegt laut Report vor allem an den juristischen Verfahren im Zusammenhang mit kriminellen Finanzwetten von Ex-Geschäftsführer Klaus Heininger.

Die Alarmglocke schlägt die BBVL bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB). Sie habe ein "strukturelles Problem, da die Finanzausstattung des Unternehmens langfristig nicht mehr ausreicht, um die mit den notwendigen Investitionen einhergehenden Kosten" sowie die allgemeinen Preissteigerungen abzufedern. Allein um das derzeitige Qualitätsniveau und Verkehrsangebot zu sichern, seien "tendenziell zusätzliche Investitionen" erforderlich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2013

Ulrich Milde

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