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Stellenstreichungen bei Karstadt - IHK Leipzig: Haus hat große Bedeutung für die City

Stellenstreichungen bei Karstadt - IHK Leipzig: Haus hat große Bedeutung für die City

Der Karstadt-Konzern kündigte am Montag an, bis Ende 2014 bundesweit 2000 Vollzeitstellen abbauen zu wollen. Ob diese Pläne auch Auswirkungen auf das Leipziger Kaufhaus haben werden, ist unklar: „Wir haben noch keine Informationen“, sagte Jörg Förster, Gewerkschaftssprecher Verdi für den Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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Gedränge im Karstadt-Kaufhaus in der Petersstrasse (Archivfoto)

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Derzeit würden erst einmal Gespräche zwischen der Unternehmensführung der Karstadt Warenhaus GmbH und dem Gesamtbetriebsrat geführt. Dieser habe auch Verbindung zu den zuständigen Verdi-Leuten, Zahlen für Leipzig seien aber nicht bekannt. Die langfristige Planung für die Reduzierung der Mitarbeiter soll bis zum Oktober stehen, so Förster. „Man will hier offenbar keinen Schnellschuss landen“, sagte er gegenüber LVZ-Online.

Vorzeigefilialen in Leipzig und Dresden

Aus seiner Erfahrung aus der Vergangenheit seien Leipzig und Dresden Vorzeigefilialen, trotzdem sei das „kein Grund, sich ganz entspannt zurückzulehnen“. Bundesweit arbeiten 25.000 Menschen bei dem Essener Warenhaus-Konzern. „Bei der Größe des Unternehmens und dem Zeitplan bis 2014 kann der Stellenabbau schon über die angekündigten Mittel funktionieren“, meinte Förster in einer ersten Einschätzung.

Karstadt-Chef Andrew Jennings will die 2000 Stellen über Frühpensionierungen, die Nichtverlängerung von befristeten Arbeitsverträgen und den freiwilligen Austritt von Beschäftigten aus dem Unternehmen erreichen. In Leipzig arbeiteten 2011 rund 17.200 Menschen im  Einzelhandel, teilte der Handelsverband Sachsen auf Anfrage mit.

27.000 Quadratmeter Verkaufsfläche in der City

 „Karstadt hat für die Leipziger City eine sehr große Bedeutung“, sagte Rita Fleischer, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig, am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Ein florierender Einzelhandel brauche einen funktionierenden Mix aus großen Märkten wie Karstadt und kleineren Geschäften.

Das Karstadt-Warenhaus in der Petersstraße habe rund 27.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. „Das ist ungefähr so viel, wie in Zukunft die Höfe am Brühl haben werden“, so Fleischer.  Die Leipziger Karstadt-Chefin Marlies Göllnitz-Gellert war am Dienstag für eine Stellungnahme für LVZ-Online nicht zu erreichen.

2009 war Karstadt in die Insolvenz gerutscht, damals standen alle Häuser auf dem Prüfstand. Ein Jahr später übernahm der Investor Nicolas Berggruen die angeschlagene Handelskette. Seitdem seien 160 Millionen Euro in die Häuser, Technik und Infrastruktur investiert worden.

Evelyn ter Vehn / dpa

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