Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Streik beeinträchtigt Frankfurter Flughafen – Verbindungen zum Airport Leipzig/Halle betroffen

Streik beeinträchtigt Frankfurter Flughafen – Verbindungen zum Airport Leipzig/Halle betroffen

Auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt müssen sich Reisende erneut auf Ausfälle und Verzögerungen einstellen. Dies hat auch Auswirkungen auf den Flughafen Leipzig/Halle.

Voriger Artikel
Wer gibt nach im Tarifstreit am Frankfurter Flughafen?
Nächster Artikel
Weiterer Teilabschnitt zur Erweiterung des Porsche-Werkes in Leipzig genehmigt

Auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt müssen sich Reisende erneut auf Ausfälle und Verzögerungen einstellen. (Symbolfoto)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Frankfurt/Main. Bis zum Sonntagabend wurden bereits sechs Flüge von und nach Frankfurt gestrichen. Dies betrifft die Verbindungen aus Frankfurt am Sonntagabend um 22.30 Uhr und am Montag um 7.45 und 13.30 Uhr sowie die Flüge nach Frankfurt am Montag um 5.45, 8.25 und 14.25 Uhr.

Airport-Sprecher Uwe Schuhart sagte, die Passagiere sollten sich vor der Reise mit ihrer Airline, in diesem Falle die Lufthansa, in Verbindung setzen. Das Service Center ist unter der Telefonnummer 01805 805 805 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz. Preise aus dem Mobilfunknetz maximal 0,42 Euro/Min) zu erreichen.

Nach dem Abbruch der Tarifgespräche für die etwa 200 Vorfeld-Mitarbeiter hat die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) erneut zum Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf begann am Sonntag um 21 Uhr und soll zunächst bis Donnerstag 5.00 Uhr andauern.

Der Betreiber Fraport rechnete am späten Sonntagabend mit weitgehend normalem Flugbetrieb und erst am Montag mit Einschränkungen. Derzeit gilt zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr ohnehin ein Nachtflugverbot. Die Lufthansa kündigte an, am Montag etwa 70 Verbindungen - jeweils Hin- und Rückflug - innerhalb von Deutschland und Europa zu streichen. Etwa 80 Prozent des Flugplanes könnten aber wie geplant abgewickelt werden, darunter auch die interkontinentalen Verbindungen.

Wer nicht auf andere Flüge umgebucht werden kann, soll mit der Deutschen Bahn ans Ziel gebracht werden. Zum Streikauftakt am Sonntagabend rechnete Lufthansa nur mit geringen Beeinträchtigungen.

Die Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten hatten zuvor bereits an fünf Tagen die Arbeit niedergelegt, mehr als 1200 Starts und Landungen fielen aus. Allerdings waren die Streikfolgen nicht so schlimm wie zunächst befürchtet. Am Donnerstag waren Fraport und die GdF dann an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.

Die Tarifgespräche platzten aber bereits am Freitagabend wieder. Beide Seiten wiesen sich gegenseitig die Schuld am Scheitern der Verhandlungen zu. Der Flughafenbetreiber Fraport bezeichnete den erneuten Streikaufruf als „völlig überzogen und nicht nachvollziehbar“.

Die GdF fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten. Sie kritisierte, in dem zuletzt von Fraport vorgelegten Angebot komme der Bereich Vorfeldaufsicht mit rund 100 Mitarbeitern nicht mehr vor. Diese Mitarbeiter sitzen beispielsweise in den „Follow-Me-Wagen“, die die Jets durch das Flughafengewirr leiten.

„Man hat diese komplette Arbeitnehmergruppe aus dem Tarifvertrag rausgestrichen, getilgt sozusagen von der Landkarte“, kritisierte GdF-Bundesvorstand Markus Siebers. Zudem sei das neue Fraport-Angebot schlechter als der Schlichter-Spruch.

Fraport verwies hingegen darauf, dass die Mitarbeiter der Vorfeldaufsicht im allgemeinen Tarifvertrag von Fraport verblieben. Der Flughafenbetreiber hatte schon am Freitagabend von einem „guten Angebot“ gesprochen. Die hohen Forderungen der GdF beinhalteten nach wie vor Steigerungen im hohen zweistelligen Prozentbereich. „Sie sind durch nichts gerechtfertigt und im Hinblick auf die Vergütungen anderer Tätigkeiten an Flughäfen mit vergleichbaren Anforderungen auch nicht zu vertreten“, kritisierte Fraport-Arbeitsdirektor Mai nach dem Scheitern.

„Wir müssen insgesamt das Gehaltsgefüge im Konzern im Blick haben“, hieß es von Fraport. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di warnte vor einem überhöhten Abschluss. Sollte sich der Flughafenbetreiber mit der GdF auf Basis seines letzten Angebots vor dem Streik auf Einkommenssteigerungen für bestimmte Berufsgruppen einigen, werde Ver.di vergleichbare Forderungen stellen, kündigte die Gewerkschaft in einem Schreiben an den Fraport-Vorstand an.

Der Bundesvorstand der GdF will sich am Montag zur Sondersitzung treffen. Dabei soll auch beraten werden, ob das Vorgehen möglicherweise härter werden soll. 

Jan Brinkhus, dpa / rob

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr