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Streik bei der Lufthansa: Beeinträchtigungen auch am Flughafen Leipzig/Halle möglich

Streik bei der Lufthansa: Beeinträchtigungen auch am Flughafen Leipzig/Halle möglich

Leipzig/Frankfurt am Main. Passagieren der Lufthansa drohen in den nächsten Wochen Streiks der Flugbegleiter. „Wir befinden uns seit heute im Arbeitskampf “, erklärte der Chef der Kabinengewerkschaft UFO, Nicoley Baublies, am Dienstag in Frankfurt.

Auch am Flughafen Leipzig/Halle kann es im Zuge dessen zu Beeinträchtigungen kommen. Ein genauer Zeitpunkt der ersten Ausstände wurde aus taktischen Gründen nicht genannt.

88 Lufthansa-Flüge starten und landen wöchentlich auf dem Leipzig/Halle Airport. Uwe Schuhart, Sprecher des Flughafenbetreibers, sagte am Dienstag gegenüber LVZ-Online: „Wir können Streiks des Kabinenpersonals der Lufthansa an unserem Flughafen bis jetzt weder bestätigen noch ausschließen. Es liegen noch keine konkreten Warnungen der Gewerkschaft vor.“ Er halte es jedoch für wahrscheinlich, dass es in den nächsten Tagen oder Wochen zu Beeinträchtigungen komme. Schuhart bittet besonders alle Lufthansa-Reisenden, sich rechtzeitig bei der Airline oder ihrem Reiseveranstalter über mögliche Verspätungen und Annullierungen zu informieren.

In der Nacht zum Dienstag waren langwierige Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Fluggesellschaft gescheitert. Die Verhandlungspartner wiesen sich gegenseitig die Verantwortung für das Scheitern zu. Gewerkschaftschef Baublies erklärte daraufhin, man werde ohne lange Vorwarnungen in den nächsten Wochen im Inland zeitlich und punktuell zu Streiks aufrufen. Einen flächendeckenden Streik werde man in diesen Wochen vorbereiten. Die rund 19.000 Stewardessen und Stewards der Lufthansa haben bis auf kleinere Aktionen bisher noch nie gestreikt.

Entschädigungszahlungen für Passagiere unwahrscheinlich

Der Bundesgerichtshofs urteilte im August, dass eine Airline von der Pflicht von Ausgleichszahlungen im Zuge von Annullierungen und Verspätungen während eines Streiks entbunden sei, sofern sie alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen habe. „Damit sind die Chancen auf Ausgleichszahlungen für Flugpassagiere, die von den jetzt angekündigten Streiks betroffen sein werden, drastisch gesunken“, so Bettina Dittrich, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die Airlines sind jedoch weiterhin dazu verpflichtet, ihre Passagiere im Falle eines Streiks umfassend zu betreuen und Unterstützung zu gewährleisten. Hierzu gehört auch das Wahlrecht zwischen vollständiger Erstattung des Flugpreises bei Flugstörung bereits am ersten Abflugort oder Erstattung des Flugpreises für nicht geflogene Strecken und kostenlosen Rückflug zum Ausgangsort. Die gleichen Rechte hat der Fluggast bei einer Abflugverzögerung ab 5 Stunden. Auch die Versorgung mit Getränken und Lebensmitteln oder eine Hotelübernachtung bei Weiterbeförderung erst am nächsten Tag steht den Fluggästen zu.

Amélie Middelberg/dpa

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