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Streit um Stromkunden: MK-Energy will gerichtlich gegen Netz Leipzig vorgehen

Streit um Stromkunden: MK-Energy will gerichtlich gegen Netz Leipzig vorgehen

Der Hamburger Stromversorger MK-Energy will gerichtlich gegen die Netz Leipzig GmbH vorgehen. Das kündigte das Unternehmen am Dienstag gegenüber LVZ-Online an.

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MK-Energy und die Netz Leipzig GmbH streiten um Stromkunden.

Quelle: dpa

Leipzig. MK-Energy will sich so gegen eine Kündigung wehren, die der Leipziger Netzbetreiber ausgesprochen hatte, weil Vorauszahlungstermine für die Nutzung des Stromnetzes nicht eingehalten worden seien. „Wir haben aber fristgerecht gezahlt“, sagte MK-Group-Holding-Sprecher Marc März.

Bei dem Streit geht es letztlich um 5300 Stromkunden. Diese seien nach der Kündigung an die gesetzlichen Grundversorger, Stadtwerke Leipzig und enviaM, übergeben worden, teilte die Netz Leipzig GmbH am Montag mit. Ab 1. Oktober ändert sich also für die Kunden der Stromlieferant. Veränderungen oder Arbeiten am Hausanschluss seien aber nicht nötig, hieß es.

„Unsere Kunden können entspannt abwarten“, sagte auch MK-Energy am Dienstag. Man gehe davon aus, vor Gericht erfolgreich zu sein. Für Oktober habe der Stromlieferant bereits 220.000 Euro an die Netz Leipzig GmbH gezahlt. MK-Energy wertet die Kündigung als „Versuch, unliebsame Mitbewerber vom Markt zu verdrängen.“

Netz Leipzig: Verhandlungen bis zum Schluss

Andreas Kühnl, Geschäftsführer der Netz Leipzig GmbH, wies das zurück. „Wir haben 500 Händler im Raum Leipzig im Bereich unseres Netzes, die Strom und Gas liefern. Nur MK-Energy hat diese Probleme“, sagte er am Dienstag gegenüber LVZ-Online. Kühnl beharrte, dass MK-Energy den Mietpreis fürs Netz immer wieder verspätet gezahlt habe. Man habe gemahnt und bis zuletzt versucht, die Kündigung abzuwenden.

Die Unternehmen hätten über ein Geschäftsmodell verhandelt, das es bisher nur für Großkunden gebe. Danach würden die Privatkunden künftig zwei Verträge abschließen: Einen mit dem Stromlieferanten und einen zusätzlichen mit dem Netzbetreiber. Am Montag hätten für eine Einigung aber entsprechende Unterschriften von MK-Energy gefehlt. Von Außen betrachtet bleibt die Lage verwirrend, denn auch die MK-Group-Holding preist in einer Erklärung die Vorzüge von separaten Netznutzungsverträgen für Privatkunden an.

Bis zum 18. Oktober hat Netz Leipzig, ein Unternehmen der Stadtwerke Leipzig Gruppe, für die betroffenen Kunden die Service-Rufnummer (0341) 121-4999 eingerichtet, erreichbar montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Geht es nach MK-Energy, sollen die Kunden innerhalb der nächsten zwei Wochen ohnehin wieder in seine Obhut wechseln.

Evelyn ter Vehn

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