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Teilerfolg für 325 Mitarbeiter in Böhlitz-Ehrenberg: Siemens lenkt bei Jobabbau ein

Teilerfolg für 325 Mitarbeiter in Böhlitz-Ehrenberg: Siemens lenkt bei Jobabbau ein

Im Kampf um ihre Jobs haben 325 Mitarbeiter des Siemens-Werks im Leipziger Ortsteil Böhlitz-Ehrenberg einen Teilerfolg errungen. "Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben", versprach gestern Frank Büchner.

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Siemens-Mitarbeiter protestieren in Leipzig gegen die geplante Verlagerung von Jobs nach Portugal.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Der Leiter der Siemens-Region Ost bestätigte damit einen LVZ-Bericht vor drei Wochen.

Gegensätze taten sich auf. Im feinen Steigenberger-Hotel in Leipzig wollte Büchner kundtun, mit welchen Aktivitäten der Münchner Elektrogigant Siemens in Sachsen vertreten ist. Draußen trotzten Siemens-Mitarbeiter aus Böhlitz-Ehrenberg gemeinsam mit Vertretern der IG Metall dem Regen und protestierten spontan gegen die geplante Verlagerung von 325 der knapp 420 Jobs von Leipzig nach Lissabon. Siemens erwägt diese Maßnahme, da der Schaltanlagenbau in Böhlitz-Ehrenberg defizitär sei. Leipzigs IG-Metall-Chef Bernd Kruppa bekräftigte den Widerstand gegen den drohenden Stellenabbau. Seine Organisation werde "diese Kahlschlagpolitik" bekämpfen. Betriebsratsvorsitzender Michael Hellriegel bekräftigte, dass um jeden Arbeitsplatz gekämpft werde. Es sei nicht hinnehmbar, dass "auf Grund überzogener Renditeziele, desaströser Managementfehler und dem Mangel an Fantasie für alternative Unternehmenskonzepte die Beschäftigten geopfert werden." Büchner wollte das Thema nicht weiter kommentieren. "Wir sind mit den Vertretern des Standortes und den zuständigen Gremien über Lösungen im Gespräch", sagte er.

Gesprächiger war der Manager, als es um die geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns im Freistaat ging. Siemens ist in Sachsen mit neun Fertigungs- und Entwicklungsstandorten sowie drei Niederlassungen für Vertrieb und Service vertreten. Insgesamt sind nach Büchners Angaben 5100 Mitarbeiter beschäftigt. Damit sei die Zahl der Beschäftigten in den vergangenen drei Jahren um 670 aufgestockt worden.

Büchner betonte, es handele sich "nicht um verlängerte Werkbänke". Vielmehr seien an fast allen Standorten in den vergangenen Jahren Forschungs- und Entwicklungsbereiche aufgebaut beziehungsweise erweitert worden. Größter Standort sei das Entwicklungszentrum in Chemnitz mit 170 Angestellten. Es befasst sich unter anderem mit dem Stromnetz der Zukunft. Das Werk in Leipzig-Plagwitz (220 Beschäftigte) habe eine neue Generation von Chlorverdichtern für die chemische Industrie mitentwickelt, die speziell in China gefragt seien.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2013

Ulrich Milde

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