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Tillich: Braunkohle noch viele Jahrzehnte nötig

Energieforum in Leipzig Tillich: Braunkohle noch viele Jahrzehnte nötig

Die Energiewende war das bestimmende Thema des 4. Ostdeutschen Energieforums, das am Mittwoch und Donnerstag in Leipzig stattfand. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich forderte, ostdeutsche Stromkunden zu entlasten. Er geht außerdem davon aus, dass der Freistaat noch viele Jahrzehnte auf die Braunkohle angewiesen sein wird.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hält die Braunkohleverstromung noch für Jahrzehnte für nötig. (Archivfoto vom Kraftwerk Lippendorf)

Quelle: dpa

Leipzig/Potsdam. Stanislaw Tillich (CDU) hat die Entlastung ostdeutscher Stromkunden gefordert. „Wir wollen die Energiewende, denn sie ist die energetische Lebensversicherung für Deutschland. Sie darf aber keine Arbeitsplätze kosten und sie muss billiger werden“, sagte Sachsens Ministerpräsident am Donnerstag in Leipzig auf dem 4. Ostdeutschen Energieforum.

Er forderte, den Netzausbau zu beschleunigen, um die ostdeutschen Netzbetreiber und ihre Kunden zu entlasten. Zugleich müssten die Netzentgelte zügig harmonisiert werden. Dies sei ein Gebot der Fairness. Derzeit gingen die Netzkosten einseitig zu Lasten der ostdeutschen Kunden. „Sie liegen in den meisten Regionen Sachsens und Ostdeutschlands weit über dem Bundesdurchschnitt, während Wirtschaftskraft und Einkommen darunter liegen“, sagte Tillich.

Der Ministerpräsident bezeichnete die Braunkohle angesichts des Ausstiegs aus der Steinkohle und der Kernenergie eine Rückversicherung. Sie sei der letzte heimische fossile Energieträger und mache Deutschland unabhängig von Gasimporten. „Wir werden die Braunkohle noch viele Jahrzehnte brauchen“, fügte er hinzu. Nach Angaben der Staatsregierung soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Sachsen von derzeit 21 auf 28 Prozent im Jahr 2020 steigen.

Auf dem Energieforum in Leipzig hat sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) für eine einheitliche Politik bei der Umsetzung der Energiewende stark gemacht. „Derzeit haben wir 16 Energiestrategien der Länder, aber noch keinen Masterplan des Bundes“, sagte er. Woidke warnte auch davor, die Energieträger gegeneinander auszuspielen. „Wir brauchen eine umweltverträgliche, aber zugleich verlässliche, wirtschaftliche und gesellschaftlich akzeptierte Energieversorgung in Deutschland“, so der Ministerpräsident.

Er forderte zudem eine starke Stimme des Ostens in der Energiepolitik. So gebe es bei der Brückentechnologie Braunkohle, bei den Strompreisen und den Netzentgelten gemeinsame Ostinteressen, die auch eingefordert würden. „Die Lasten der Energiewende müssen bundesweit fair verteilt werden“, sage er.

maf (mit dpa)

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