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Traditionsfirma Pouch baut weiter Faltboote – mehrere Investoren zeigen Interesse

Messe Beach & Boat in Leipzig Traditionsfirma Pouch baut weiter Faltboote – mehrere Investoren zeigen Interesse

Die Produkte des Traditionsunternehmens Pouch sind weit über die Grenzen von Mitteldeutschland hinaus bekannt. Doch die Bootsexperten mussten zuletzt Insolvenz anmelden. Dennoch wird zwischen dem Muldestausee und der Goitzsche weiter produziert – nun gibt es potenzielle Investoren für den Betrieb mit acht Mitarbeitern.

Mandy Hauschild (l.) und Katharina Seidel arbeiten in der Werkstatt der Poucher Boote GmbH an einem Faltboot – im Vordergrund ein Bootsgerüst.
 

Quelle: dpa

Pouch. Dafür, dass die Faltbootwerft Insolvenz anmelden musste, hat der Chef noch relativ gute Laune. Außer Faltboote werden in Pouch auch Pool-Abdeckungen, Treppen, Sonnensegel, Pavillons und Dächer für Hollywoodschaukeln gefertigt. In einem dieser Bereiche gab es einen nicht unerheblicher Zahlungsausfall eines Auftraggebers, erzählt der gebürtige Bitterfelder. Vorsorglich ging er im November letzten Jahres zum Amtsgericht. „Um Löhne zu sichern, und um diese Lücke abzufedern. „Trübsal zu blasen wäre auch grundfalsch, meint Insolvenzverwalter Nikolaus Schmidt. In den vergangenen Wochen habe er einige Umstrukturierungen vorgenommen. „Die Firma arbeitet wieder ohne Verlust. Es geht auf jeden Fall weiter“, verbreitet er Hoffnung. Mit mehreren Investoren sei der hallesche Anwalt im Gespräch. „Mit einigen führen wir sogar sehr intensive und interessante Gespräche.“

Interessant deshalb, so Schmidt, weil sie nicht nur an dem traditionsreichen Namen und den Produkten interessiert sind, denn die Firma gibt es schon seit
60 Jahren. Sondern sie haben Ideen, wie sich das Geschäft ausbauen lässt. Wichtig sei ihm, dass weiter vor Ort produziert wird. „Pouch ist eine außergewöhnliche Manufaktur, die einzige derartige Werft, die noch in Deutschland fertigt.“ Die Produkte hätten Zukunft, auch weil der Wassersport immer beliebter werde. „Schauen Sie sich um: Bei Leipzig, Merseburg oder hier bei Bitterfeld – überall sind riesige Seen entstanden.“

Die meisten der Investoren kämen aus der Region, einige von außerhalb. Schmidt gibt sich zuversichtlich: „Noch vor Beginn der Wassersportsaison, spätestens im Juni, wird es zum Abschluss kommen.“ Es ist nicht die erste Firma aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld, die der Anwalt retten konnte. Auch den pleitegegangenen Getränkehersteller Libehna Raguhn hat Schmidt erfolgreich saniert. Poucher Boote kennt man auch in den alten Bundesländern, erzählt Firmenchef Nitschke. „Sie waren für das Land ein Devisenbringer.“ In der DDR bekam man die faltbaren Boote oft nur unterm Ladentisch. Dank ihres flexiblen Holzgestells (aktuell werden finnische Birke und Esche verarbeitet) und ihrer robusten und dicken Kunststoffhaut sind sie besonders langlebig. 180 Beschäftigte produzierten in Pouch jährlich bis zu 7000 Ein- oder Zweisitzer. Aktuell beschäftigt die Firma noch acht Mitarbeiter, die pro Jahr rund 300 Boote fertigen. Geliefert wird außer nach Deutschland auch in die BeneluxLänder, nach Russland, Frankreich und in die USA. Ein Großteil des Geschäftes macht die Reparatur von Bootshäuten und Holzgestellen aus.

Nitschke will dem neuen Investor mit seinen Erfahrungen zur Seite stehen. Er ist seit den 1980er-Jahren im Unternehmen, hat die angeschlagene Firma zur Wende übernommen. Die Nachricht von der Pleite schreckte die Wassersportwelt gehörig auf. „Jetzt steht an erster Stelle, die Kunden zu beruhigen und Aufträge einzusammeln.“

In Pouch geht es weiter. Dieses Signal sendet die Faltbootwerft auch mit ihrem Auftritt auf der am Donnerstag beginnenden Messe Beach & Boat in Leipzig aus. Auf einer Fläche von 38 Quadratmetern stellt das Unternehmen sechs Faltboot-Modelle und Zubehör vor. Chef Nitschke ist selbst am Stand, um Kunden über die Entwicklung zu informieren.

Von Andreas Dunte

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