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Trotz Krisen - Sachsens Unternehmen verzeichnen Export-Plus

Industrie Trotz Krisen - Sachsens Unternehmen verzeichnen Export-Plus

Unter den Russland-Sanktionen der EU leiden weiter auch sächsische Firmen. Dennoch steigen die Verkäufe ins Ausland. Dafür sorgen vor allem die Erschließung neuer Märkte - und manche Boom-Branchen.

Unter den Russland-Sanktionen der EU leiden weiter auch sächsische Firmen. Dennoch steigen die Verkäufe ins Ausland.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden . - Trotz internationaler Krisen verkaufen sächsische Unternehmen mehr Waren ins Ausland. „Vor allem die sächsische Industrie profitierte im ersten Halbjahr von einer hohen Auslandsnachfrage“, sagte eine Sprecherin der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) auf Anfrage.

Für das Wachstum sorgten demnach vor allem der Export von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen nach China und in die angelsächsischen Länder. Dabei habe der niedrige Eurokurs befeuernd gewirkt, hieß es. Mit einer Exportquote von mehr als 40 Prozent sind laut VSW inzwischen zwei von fünf sächsischen Industriearbeitsplätzen direkt vom Exportgeschäft abhängig. Sachsens Unternehmen exportierten nach Angaben des Wirtschaftsministeriums im ersten Halbjahr 2015 Waren im Wert von insgesamt 19,8 Milliarden Euro - 15 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sachsen verzeichne beim Export damit Spitzenwerte, hieß es - trotz eines Rückganges der Ausfuhren in die Russische Föderation. Durch Sanktionen, die Ukraine-Krise und den Verfall des Rubels gingen in den ersten acht Monaten des Jahres die Ausfuhren von Sachsen nach Russland um 13,5 Prozent zurück.

Laut Ministerium war dabei vor allem die Ausfuhr von Maschinen sowie Nahrungs- und Futtermitteln betroffen. Einzig beim Export von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen hat es in diesem Jahr wieder einen Anstieg um 12 Prozent auf rund 380 Millionen Euro gegeben. Insgesamt kompensierten die Unternehmen im Freistaat den Rückgang der Russland-Exporte durch Verkäufe in andere Länder wie beispielsweise in die USA (+38 Prozent), in die Schweiz (+27 Prozent) und in EU-Länder (+13 Prozent). „Der Anstieg von Exporten in andere Länder darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es vor allem für Mittelständler, die in Russland aktiv sind, nach wie vor schwierig ist, ihre Geschäftspraxis umzustellen und neue Abnehmer zu finden“, erklärte eine VSW-Sprecherin. Gerade mit Russland könnten sächsische Firmen auf gewachsene Strukturen und langjährige Geschäftsbeziehungen bauen.

Diese Erfahrung hat auch die Dresdner Traditionsfirma Mikromat gemacht, die ihre Präzisionsmaschinen vor allem ins Ausland liefert. Machte das Russlandgeschäft vor den Sanktionen etwa 50 Prozent des Exports aus, ist der Anteil mittlerweile auf 20 Prozent geschrumpft. Zwar wurden zum Teil mehr Maschinen nach China, Indien oder in EU-Länder geliefert. „Aber es kann zwei bis drei Jahre dauern, bis aus einem Projekt wirklich ein Auftrag wird“, erklärte Vertriebsleiter Hans-Günter Piegert. Mikromat hält daher den Kontakt zu Kunden in Russland, um den Markt nicht an die chinesische Konkurrenz zu verlieren. Das Unternehmen, das in Dresden rund 120 Menschen beschäftigt, hofft, dass sich die Lage bald beruhigt.

Die Dresdner Umwelt-Firma DAS Environmental Expert GmbH erwirtschaftet bereits 96 Prozent des Umsatzes im Ausland, Tendenz steigend. Angesichts der internationalen Krisen sei es wichtig, Standbeine in verschiedenen Regionen zu haben, so Geschäftsführer Horst Reichhardt. Die wichtigsten Märkte seien Taiwan und die USA. „Großes Zukunftspotenzial sehen wir in Südamerika und Südostasien.“ Die Firma mit 280 Beschäftigten bietet Technologien und Ausrüstungen an, die für saubere Luft und sauberes Wasser sorgen sollen.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Ost berichtet von einer unterschiedlicher Situation seiner 350 Mitglieder. „Wer hohen Anteil an Exporten nach Russland hatte, hat zum Teil immer noch Probleme“, sagte Geschäftsführer Reinhard Pätz. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen würden sich mit dem Schritt ins Ausland oft noch schwertun. Insgesamt rechne man aber mit einem guten Jahr.

Die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft geht in diesem Jahr für das Land von einem Wirtschaftswachstum von zwei Prozent aus. Allerdings gebe es große Unterschiede zwischen einzelnen Branchen - selbst innerhalb der Industrie: „Während die Autoindustrie wächst, verzeichnen einzelne Maschinenbaubetriebe Kurzarbeit“, sagte eine Sprecherin. Dieses differenzierte Bild werde sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen, hieß es.

Von Christiane Raatz

 
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