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Trotz Sanktionen - Sachsens Unternehmen suchen Kontakt mit Russland

Delegation auf Reisen Trotz Sanktionen - Sachsens Unternehmen suchen Kontakt mit Russland

Die Beziehungen zwischen sächsischen Firmen und ihren russischen Kunden sind seit Beginn der Sanktionen getrübt. Nun macht sich eine Delegation auf nach Russland, um die Beziehungen zu beleben.

Eine Delegation aus Sachsen sucht Kontakt zur russischen Wirtschaft. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Dresden. Sachsens Unternehmer wollen die Kontakte zu Russland trotz der Sanktionen nicht abreißen lassen. «Wir möchten zeigen, dass wir willens sind», sagte Hans-Günter Piegert von der Dresdner Traditionsfirma Mikromat, die ihre Präzisionswerkzeug-Maschinen vor allem ins Ausland liefert. Machte das Russlandgeschäft des Unternehmens vor den Sanktionen etwa 50 Prozent des Exports aus, ist der Anteil mittlerweile auf 20 Prozent geschrumpft. Piegert ist Teil einer 41-köpfigen Delegation, die sich am Montag (17. Oktober) mit Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) auf den Weg nach Russland macht, um Moskau, Samara und Togliatti zu bereisen.

Bis zum 21. Oktober stehen Gespräche mit Politikern, Unternehmen, Wissenschaftlern und auch mit Vertretern der Opposition an. Auf dem Plan steht zudem ein Besuch des Werkes von Avtovaz in Samara, wo Autos der Marke Lada produziert werden, und eines Technoparks.

Wegen der Ukraine-Krise und der Einverleibung der Krim durch Russland sind seit 2014 Sanktionen der EU gegen Moskau in Kraft. Betroffen sind vor allem Maschinen- und Anlagenbauer. Die Ausfuhr für Maschinen, die sowohl für zivile als auch militärische Zwecke dienen können, ist praktisch unmöglich.

Dulig warnte vor der Reise vor zu großen Erwartungen. «Russland fährt eine Wirtschaftspolitik, die die russische einheimische Wirtschaft stärkt.» Deshalb gehe es weniger um hiesige Unternehmen als um Zulieferer. Das Know-how der sächsischen Maschinen- und Anlagenbauer könne aber hilfreich sein, um Maschinen und Betriebe zu modernisieren, Unternehmen könnten die entsprechende Software liefern. «Unsere sächsischen Unternehmen werden durchaus Anknüpfungspunkte finden.»

Insgesamt haben sich die Exporte des Freistaates nach Russland in den vergangenen drei Jahren halbiert - auf 335 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016. «Alle haben ein Interesse, dass wir die Sanktionspolitik Schritt für Schritt überwinden», erklärte Dulig.

Peter Nothnagel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen, hält es daher für wichtig, dass sächsische Unternehmen in Russland nach wie vor präsent seien. Dabei gehe es aber zunehmend weniger um reine Exportbeziehungen, als viel mehr um Kooperationen. Auch Hans-Günter Piegert von Mikromat setzt Hoffnungen in die Reise. «Erstens, um gewappnet zu sein, wenn es mal wieder besser wird und zweitens, um dabei zu sein, wenn doch etwas importiert werden muss.» Noch sei die russische Maschinenbauindustrie nicht auf einem vergleichbaren Niveau mit dem Westen.

Vom 28. November bis zum 2. Dezember will auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) mit Vertretern gen Russland reisen - und Unternehmen in Moskau und Tatarstan besuchen.

LVZ

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