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Trotz Schuldenkrise - Ost-Sparkassen vergeben mehr Kredite

Trotz Schuldenkrise - Ost-Sparkassen vergeben mehr Kredite

Die ostdeutschen Sparkassen erwarten trotz der jüngsten Börsenturbulenzen keinen Einbruch der Konjunktur in ihrem Gebiet. Industrie, Bau und Exportfirmen hätten im ersten Halbjahr kräftig zugelegt, sagte der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Claus Holtmann, am Dienstag in Berlin.

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Filiale der Sparkasse Leipzig. (Archivbild)

Quelle: André Kempner

Berlin. In den Städten gebe es überdies „einen kleinen Immobilienboom“. Bis Jahresende sei nur ein leichter Rückgang der Wachstumsraten zu erwarten.

Die Sachsen hätten wieder mehr Zuversicht. Privatpersonen fragten verstärkt Kredite nach und legten ihr Erspartes wieder in längerfristigen Anlagen oder Wertpapieren an. Auch Unternehmen investierten. Der Kreditbestand bei den 14 sächsischen Sparkassen wuchs im ersten Halbjahr um 260 Millionen Euro, das ist im Jahresvergleich ein Plus von 1,8 Prozent. Den Löwenanteil hatten die Unternehmen und Selbstständigen. Außerdem ist offensichtlich das „Angstsparen“ bei den Sachsen vorbei. Sie geben wieder mehr Geld aus: Das Volumen der Einlagen sank um 444 Millionen Euro (Minus 1,2 Prozent).

Auch insgesamt spiegelt sich der positive Trend bei den ostdeutschen Sparkassen im Kreditgeschäft wieder. Das Kreditvolumen der 48 OSV-Sparkassen stieg von Anfang Januar bis Ende Juni um 789 Millionen oder 2,1 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro. Besonders deutlich erhöhte sich der Kreditbestand bei Unternehmen und Selbstständigen - um 3,6 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. „Das ist ein Indikator für steigende Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in der mittelständischen Wirtschaft“, sagte Holtmann.

Aber auch Privatleute fragten wieder verstärkt Kredite nach. Sie finanzierten damit vor allem den Kauf von Wohnungen oder einen Hausbau. Von Mitte 2010 bis Mitte 2011 stieg das Volumen der Darlehenszusagen für die Wohnungsbaufinanzierung um 21,6 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro. Dem OSV gehören die Sparkassen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt an. Sie hatten Anfang des Jahres zusammen 23 425 Mitarbeiter und etwa 1600 Geschäftsstellen.

Kaum gelitten haben die OSV-Sparkassen unter der EU-Schuldenkrise. „Wir sind zu mehr als 90 Prozent in inländischen Papieren investiert“, berichtete Holtmann. Das Engagement der 48 Mitgliedssparkassen in Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien liege unter 500 Millionen Euro.

Holtmann berichtete, die Ost-Sparkassen hätten griechische Staatsanleihen bereits im vergangenen Jahr zum Kurswert abgeschrieben. Deshalb müssten sie nach den jüngsten EU-Beschlüssen keine Wertberichtigungen mehr vornehmen. Auch von spanischen Papieren gehe keine Gefahr mehr aus, weil die OSV-Sparkassen die meisten inzwischen am Markt verkauft hätten.

dpa

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