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Trotz Streiks in Leipzig und Bad Hersfeld: Amazon lehnt Tarifverhandlungen als sinnlos ab

Trotz Streiks in Leipzig und Bad Hersfeld: Amazon lehnt Tarifverhandlungen als sinnlos ab

Trotz neuer Streiks der Belegschaft in Leipzig und Bad Hersfeld lehnt der Versandhändler Amazon Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi ab. Es sei nicht daran zu denken, dass er verhandeln werden, sagte Amazon-Deutschlandchef Ralf Kleber.

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Streik bei Amazon: Mitten im Weihnachtsgeschäft rief die Gewerkschaft Verdi auch die Beschäftigten der Spätschicht in Leipzig zum Streik auf.

Quelle: dpa

Leipzig/Berlin. „Unsere Mitarbeiter würden sich mit einem Tarifvertrag gar nicht besser stellen.“

Nach seiner Darstellung liege die Bezahlung der rund 10.000 festangestellten Beschäftigten „am oberen Ende dessen, was bei vergleichbaren Tätigkeiten bezahlt wird“. Kleber versprach, dass trotz der Streiks die bestellte Ware bis Weihnachten zugestellt werde. „Wir liefern pünktlich“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Dienstag). Das gelte auch, wenn an mehreren Standorten gleichzeitig gestreikt werde.

Verdi kündigt bis Weihnachten tägliche Aktionen an

In dem Dauer-Tarifkonflikt hatten am Montag rund 500 Mitarbeiter in Bad Hersfeld gestreikt, am Nachmittag legten rund 200 Beschäftigte in Leipzig die Arbeit für mehrere Stunden nieder. Amazon bilanzierte, dass die Mehrheit der Beschäftigten gearbeitet habe. Beobachter rechnen bis Weihnachten mit weiteren Streikwellen der Gewerkschaft. Verdi selbst kündigte für jeden Tag des Weihnachtsgeschäfts eine Aktion an. Das könnten Streiks, aber auch mal das Verteilen von Flugblättern vorm Werkstor sein, sagte Verdi-Streikleiter Thomas Schneider in Leipzig.

Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Versandhändler zu Tarifgesprächen zu Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das strikt ab und sieht sich selbst als Logistiker. Das Unternehmen beschäftigt in bundesweit neun Warenlagern knapp 10.000 Mitarbeiter.

"Die Mitarbeiter hätten auch gern ein Angebot"

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger sagte: „Amazon hat es in der Hand, der Forderung der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag und existenzsichernden Einkommen sowie würdigen Arbeitsbedingungen entgegenzukommen und diese Streiks zu beenden.“ Solange sich das Unternehmen weigere, werde es weiterhin zu Arbeitsniederlegungen kommen. Mit den Weihnachtsangeboten sei der Arbeitsdruck noch einmal deutlich gestiegen.

Die hessische Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke sagte in Bad Hersfeld: „Amazon macht den Kunden derzeit viele Angebote zum Weihnachtsshopping. Die Mitarbeiter hätten auch gern ein Angebot - ein Gesprächsangebot für bessere Arbeitsbedingungen.“ Mit dem Streik glaubt die Gewerkschaft, den Branchenriesen treffen zu können.

Das Unternehmen teilte aber mit, dass es zu keinen verspäteten Auslieferungen komme. „Amazon wird sein Lieferversprechen an Kunden mit Hilfe des europäischen Logistiknetzwerks aus 28 Logistikzentren in sieben Ländern einschließlich Großbritannien, Frankreich, Polen und der Tschechischen Republik einhalten“, sagte Amazon-Sprecherin Anette Nachbar.

dpa

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