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Vattenfall treibt Verkauf der Braunkohlesparte voran

"Ramschpreise" befürchtet Vattenfall treibt Verkauf der Braunkohlesparte voran

In Braunkohletagebauen und Kraftwerken von Vattenfall sind in der Lausitz 8.000 Menschen beschäftigt. Der schwedische Staatskonzern will die Sparte abstoßen - das ist bekannt. Aber nun kommt Bewegung in den Prozess.

Auch das Kraftwerk Lippendorf im Landkreis Leipzig steht zum Verkauf (Archivfoto).

Quelle: LVZ

Berlin/Dresden. Mit der Eröffnung des Bieterverfahrens treibt der schwedische Energiekonzern Vattenfall den Verkauf seines Braunkohlegeschäfts in Deutschland voran. Potenzielle Käufer können von sofort an ihr Interesse bekunden, wie Vattenfall am Dienstag mitteilte. Das staatliche Unternehmen hatte im Oktober 2014 angekündigt, seine Braunkohlesparte in der Lausitz verkaufen zu wollen.
 
In Sachsen und Brandenburg betreibt der Konzern derzeit noch fünf Kohlegruben und drei Kraftwerke mit zusammen rund 8.000 Mitarbeitern: Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg. Ein weiteres Kraftwerk, Lippendorf im Landkreis Leipzig, gehört den Schweden zusammen mit dem Karlsruher Energiekonzern EnBW.

Sachsen wünsche sich einen verantwortungsvollen Investor möglichst aus der Energiewirtschaft, „nicht irgendeine Heuschrecke oder einen Hedgefonds“, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Obwohl der Freistaat nicht an den Verkaufsverhandlungen teilhabe, gelte es, Interessen zu wahren. Das betreffe die Renaturierung der Tagebaue, den Erhalt der Arbeitsplätze in der Lausitz, entsprechende Förderverträge und die Möglichkeit zur Nutzung von Optionen für neue Gruben.

Sachsens Linke-Partei- und -Fraktionschef Rico Gebhardt forderte Dulig auf, Verantwortung zu übernehmen. „Der Freistaat kann als Genehmigungsbehörde erheblichen Einfluss darauf nehmen, inwiefern der weitere Tagebaubetrieb überhaupt rentabel ist.“ Die staatliche Unterstützung für einen Strukturwandel in der Lausitz sei bisher nur schwach ausgeprägt. Die Grünen im Landtag und der Umweltverband Grüne Liga warnten vor Unwägbarkeiten für einen neuen Eigentümer. „Grundwasseranstieg, Gifte, Erdrutschungen, Verschmutzung von Oberflächengewässern - all das ist für viele Jahrzehnte unberechenbar“, erklärte der energiepolitische Sprecher der Grünen, Gerd Lippold.

Nach Ansicht des Braunkohleexperten der Grünen Liga, René Schuster, ist die Sparte auch aufgrund der unklaren weiteren energiepolitischen Entwicklung „nur zu Ramschpreisen“ zu verkaufen. Vattenfall bietet zusammen mit der Braunkohlesparte zehn Wasserkraftwerke an. Der Konzern rechnet damit, dass die Transaktion bis ins kommende Jahr hinein dauern wird.

LVZ

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