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Verbundnetz Gas - EWE übernimmt Anteile von Gazprom

Leipzig mit Vorrang Verbundnetz Gas - EWE übernimmt Anteile von Gazprom

Russlands Gazprom-Konzern ist planmäßig beim Leipziger Gasimporteur VNG als Anteilseigner ausgeschieden. Dessen Anteile hat der Regionalversorger EWE mitübernommen, der aber ebenfalls einen Verkauf prüft.

Erdgasleitung wird unter die Erde verlegt.

Quelle: dpa

Oldenburg/Leipzig. Der Oldenburger Energieversorger EWE hat wie im April angekündigt die Anteile des russischen Gazprom-Konzerns an der Leipziger VNG Verbundnetz Gas AG (VNG) übernommen. Das teilte EWE am Mittwoch in Oldenburg mit. Nach der Übernahme des 10,52-Prozent-Anteils von Gazprom Germania hält EWE jetzt 74,2 Prozent der VNG-Aktien. Zuvor hat die VNG-Hauptversammlung dem Deal zugestimmt. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Mit der Transaktion habe EWE die Möglichkeit genutzt, sein Engagement bei VNG abermals zu erweitern. „Das ist eine für uns positive Entwicklung - unabhängig von der noch zu treffenden Entscheidung, ob wir unseren Mehrheitsanteil letztlich halten oder an einen der Interessenten veräußern“, so EWE-Vizevorstandschef Matthias Brückmann.

Die städtische Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) hatte EWE ein Übernahmeangebot für dessen VNG-Anteile vorgelegt. Dies sei derzeit das einzige konkrete Angebot, obwohl es weitere Interessenten und Gespräche gebe, sagte ein EWE-Sprecher. Doch in den vergangenen Wochen habe man den Fokus auf die LVV gelegt und dem Vorgang auch Vorrang eingeräumt. Neben der EWE AG halten ostdeutsche Kommunen einen Anteil von 25,79 Prozent an der VNG. Damit verfügen die Kommunen über eine Sperrminorität und können etwa die Zerschlagung der VNG oder die Verlegung des Firmensitzes verhindern.

VNG importiert Erdgas vorrangig aus Russland und Norwegen und ist der einzige Großkonzern mit Sitz in Ostdeutschland. Russland lieferte im vergangenen Jahr rund 6,3 Milliarden Kubikmeter Gas an VNG - von insgesamt 35,3 Milliarden Kubikmetern Gas, die das Unternehmen verkaufte. 2014 erzielte die VNG einen Jahresüberschuss von 184 Millionen Euro (2013: 89 Millionen Euro).

LVZ

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