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Verdi-Streik: 40.000 Pakete bleiben bei Amazon in Leipzig liegen

Verdi-Streik: 40.000 Pakete bleiben bei Amazon in Leipzig liegen

Bei Amazon bleiben wegen des Streiks offenbar doch deutlich mehr Pakete liegen als vom Unternehmen eingeräumt: Allein im Leipziger Versandzentrum seien am ersten Streiktag am Montag rund 40.000 Pakete nicht verschickt worden, berichteten mehrere Mitarbeiter gestern übereinstimmend.

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Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Damit wäre jedes vierte bis fünfte Paket nicht rausgegangen. Am Abend seien insgesamt 30 DHL-Container unbeladen auf dem Hof des Versandzentrums geblieben. "Und der Rückstau wird jetzt jeden Tag größer", sagte ein Mitarbeiter gestern im Streikzelt. Denn in Leipzig geht der Ausstand noch bis Sonnabend. "Das wird dann ein gewaltiger Aufwand, das alles wieder aufzuholen."

Ein Amazon-Sprecher in München widersprach den Angaben. Weder gestern noch am Montag habe es irgendwelche Auswirkungen auf den Versand gegeben "Es lief alles normal." Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber wies Befürchtungen zurück, Pakete könnten jetzt länger brauchen. "Amazon liefert nach wie vor pünktlich zum Fest. Was wir den Kunden zugesichert haben, gilt auch." Auf seiner Internetseite verspricht das Online-Kaufhaus, alle Bestellungen, die bis Freitag 23.59 Uhr eingehen, bis Heiligabend auszuliefern.

Eine Testbestellung, die die LVZ am Freitag aufgegeben hatte, kam dagegen nicht pünktlich an. Bis gestern sollte geliefert werden, so die Zusage. Zwar kam am Montag um 21.12 Uhr per Mail die Mitteilung, dass die Sendung das Versandzentrum verlassen habe - und zwar offenbar das in Leipzig. Zugestellt wurde es bis gestern Abend aber nicht.

Am zweiten Streiktag beteiligten sich in Leipzig gestern laut Verdi erneut 500 der insgesamt rund 5000 Mitarbeiter am Standort. In Bad Hersfeld waren es sogar mehr als 500. Amazon sprach von weniger als 930 an beiden Standorten zusammen. Um die fehlenden Mitarbeiter auszugleichen, seien schon am Montag Vorarbeiter und Manager eingesprungen, berichten Mitarbeiter. Auch Leipzigs Standortleiter Dietmar Jüngling habe selbst Pakete gepackt. Für den Manager kein Problem. "Als ich hier angefangen hab vor gut einem Jahr, hab ich alle Jobs ausprobiert", hatte er erst am Freitag bei einem Besuch der LVZ im Logistikzentrum erzählt. Deshalb beherrsche er jeden Handgriff auch selbst. Frank Johannsen

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.12.2013

Frank Johannsen

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