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Verdi-Streik: Rund 800 Telekom-Mitarbeiter kämpfen in Leipzig für mehr Lohn und Sicherheit

Verdi-Streik: Rund 800 Telekom-Mitarbeiter kämpfen in Leipzig für mehr Lohn und Sicherheit


Leipzig. Wer am Freitagvormittag die Karl-Liebknecht-Straße in Leipzig stadtauswärts fahren wollte, wurde schon an der Riemann-Straße von der Polizei umgeleitet.

. Vor dem Volkshaus schob sich eine Menschentraube bis auf die Fahrbahn. Der Grund: Rund 800 Telekom-Beschäftigte setzten ihren Arbeitskampf für mehr Lohn und Sicherheit im Job fort. "Die Leute sind stocksauer über die Mogelpackung, die die Arbeitgeber als Angebot verkaufen", sagt Verdi-Funktionär Achim Fischer.

 

 

In Sachsen und Sachsen-Anhalt hat die Gewerkschaft am Freitag rund 2000 Beschäftigte aufgerufen, in den Ausstand zu gehen. "Wir stehen auch mit Magdeburg und Dresden in Kontakt. An allen Orten läuft es gut", so Fischer gegenüber LVZ-Online. Die Hauptforderungen der Beschäftigten fasst der Verdi-Landesbereichsleiter noch einmal zusammen: "6,5 Prozent mehr Lohn für zwölf Monate, 70 Euro mehr für die Auszubildenden, wir wollen die unteren Einkommen stärken."

Die Arbeitgeber hatten über die Telekom Deutschland GmbH ein prozentuales Angebot gemacht, dass Verdi so einstuft: Am Ende kämen für die Mitarbeiter 1,32 Prozent mehr Lohn aufs Jahr gesehen dabei heraus. "Wir rechnen die Einmalzahlungen nicht mit", erklärt Fischer. Die Arbeitgeber wollen laut Gewerkschaft dafür außerdem eineinhalb Stunden mehr Arbeitszeit, Pausenkürzungen und Weihnachten und Silvester als volle Arbeitstage.

Aber es geht um mehr als Geld: "Wir kämpfen für einen Auslagerungsschutz für bestimmte Konzernteile", sagt Fischer im Gespräch im mit LVZ-Online. Latent spiele auch das Thema Standortsicherung eine Rolle, bestätigte der Gewerkschaftsfunktionär. "Aber die ist nach Rechtslage nicht streikfähig", so Fischer. "Standortsicherung ist für die Leute ein Thema", weiß auch Hartwig Mielenhausen, der im Mobilfunkbereich für Netzqualität zuständig ist. Seit 1973 arbeitet er für Unternehmen der Telekom, mehr als 20 Jahre in Leipzig.

"Wir lassen den Druck nicht vom Kessel", macht Fischer vor dem Volkshaus am Freitagvormittag Dampf. Am 3. Mai tagt die große Tarifkommission, "dann werden wir das Angebot der Arbeitgeber bewerten", sagt Fischer. Man müsse kein Prophet sein, dass die Gewerkschaft die aktuelle Offerte nicht akzeptieren wird.

Evelyn ter Vehn

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