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Verdi beendet aktuelle Streikwelle bei Amazon

Versandhändler Verdi beendet aktuelle Streikwelle bei Amazon

Nach sechs Tagen gehen die Streiks beim Online-Versandhändler Amazon in Leipzig und Bad Hersfeld zu Ende. Die am Arbeitskampf beteiligten Kollegen der Samstagsspätschicht seien die letzten; ab Sonntagfrüh werde wieder normal gearbeitet, sagte Verdi-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago der Deutschen Presse-Agentur im Leipzig.

Archivbild

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Nach sechs Tagen gehen die Streiks beim Online-Versandhändler Amazon in Leipzig und Bad Hersfeld zu Ende. Die am Arbeitskampf beteiligten Kollegen der Samstagsspätschicht seien die letzten; ab Sonntagfrüh werde wieder normal gearbeitet, sagte Verdi-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago der Deutschen Presse-Agentur im Leipzig.

Die Bereitschaft, einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels für die Beschäftigten durchzusetzen, sei nach wie vor hoch. Am Samstag hätten sich in Leipzig noch rund 300 Amazon-Mitarbeiter am Streik beteiligt, sagte Lauenroth-Mago. Unter der Woche seien es zwischen 430 und 450 am Tag gewesen. Auch die Abstimmung mit den Kollegen an den anderen Standorten sei als Erfolg zu werten. Im hessischen Bad Hersfeld hätten sich 500 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen beteiligt, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft.

Neue Aktionen seien vorerst nicht geplant. Auch in Rheinberg und Werne (NRW) sowie Graben (Bayern) hatten Amazon-Mitarbeiter in der abgelaufenen Woche gestreikt. Eine Amazon-Sprecherin sagte am Samstag, die große Mehrheit der Beschäftigten habe sich nicht am Ausstand beteiligt. Es habe keinerlei Auswirkungen auf die Auslieferung gegeben. Die Gewerkschaft will für die rund 10 000 Mitarbeiter des US-Konzerns in Deutschland einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchsetzen.

Verhandlungen darüber lehnt Amazon aber ab. Das Unternehmen sieht sich als Logistiker. Das Ringen dauert schon mehr als zwei Jahre. „Das ist natürlich eine lange, aber nicht die längste Tarifauseinandersetzung“, sagte Lauenroth-Mago. Die Streiks zeigten regelmäßig Wirkung. Anderslautende Angaben der Firmenleitung wies er zurück. „Hier wird versucht, das kleinzureden.“

LVZ

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