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"Vergiss SMS" - Leipziger Start-up-Unternehmer macht mit App Furore

"Vergiss SMS" - Leipziger Start-up-Unternehmer macht mit App Furore

Es fing alles mit einer "Rotweinlaune" an. Das sagt der in Leipzig lebende Andreas Ringel über sein Start-up-Unternehmen "look!". Und am Ende stand eine App für das weltberühmte iPhone von Apple.

Leipzig. "Vergiss SMS", so wirbt Ringel selbstbewusst auf der Seite seiner Anwendung "lookji". Über diese könne man mit Leuten in aller Welt kommunizieren, wenn man keine gemeinsame Sprache finde. Mit 800 verschiedenen Piktogrammen kann das laut Ringel funktionieren. „Natürlich kann man damit keinen Shakespeare übersetzen, der rund 20.000 Wörter verwendet hat", sagt der Leipziger Unternehmer. „Es ist für einfache Nachrichten gedacht, wie ‚Holst Du mich um acht vom Flughafen ab?'" Aus Bildchen werden leicht verständliche Sätze.

"Ich gehöre zur Commodore 64-Generation", sagt der gebürtige Münchner. "Das Internet ging anfangs an mir vorbei. Vielleicht war ich deshalb von der visuellen Stärke der Smartphones fasziniert." Und von SMS genervt. Alle würden von Globalisierung sprechen, aber die SMS habe mit globaler Kommunikation nichts zu tun. Nur wenn jemand die Sprache des Anderen könne, verstehe er auch die Kurzmitteilung des Senders. "Das ist bei lookji anders. Es ist weltweit verständlich." Diese "globale SMS", wie Ringel sie nennt, habe aber auch noch Fehler. Das gibt er unumwunden zu. "Ungefähr 50 der 800 Piktogramme können nicht alle auf der Welt verstehen." Das Bild für Silvester, ein Feuerwerk, könne ein Amerikaner zum Beispiel nur als Feier zum Unabhängigkeitstag deuten. Deshalb rufe er auch alle Nutzer auf, Verbesserungsvorschläge zu machen.

Vor eineinhalb Jahren hatte Ringel die Idee und hat sich danach Nacht um Nacht hingesetzt, um Symbolbildchen zu zeichnen. Sein Startkapital betrug 25.000 Euro. Rund ein Jahr dauerte die Entwicklung und Programmierung der App, bei der eine zehnköpfige Mannschaft half. Als die App schließlich fertig war, Apple sie geprüft und frei geschaltet hatte, standen dem Ein-Mann-Unternehmen nur noch 240 Euro zur Verfügung. Die reichten gerade noch für eine Pressemitteilung über "lookji".

Seit dem 25. Juni kann Ringels App runtergeladen werden, mit reduzierter Bilderzahl sogar noch kostenlos. Davon machen sehr viele Gebrauch: In der Kategorie Soziale Netzwerke rangiert es zurzeit auf Platz 15 der am meisten geladenen Apps, zwar hinter Facebook und StudiVZ, aber vor StayFriends Gold und Lokalisten. „Es geht weltweit ab", sagt der 42-Jährige, der sonst als Anwalt sein Geld verdient. Gerade in den USA und China seien die Menschen an seiner App interessiert. „Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich daran denke." So schön sei dieser Erfolg.

Michael Dick

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