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Verteilnetzbetreiber will angesichts der Energiewende 344 Millionen Euro investieren

Verteilnetzbetreiber will angesichts der Energiewende 344 Millionen Euro investieren

Die Firma Mitnetz Strom will in diesem Jahr angesichts der geplanten Energiewende rund 344 Millionen Euro in ihrem Gebiet investieren. „Wir müssen noch schneller erneuerbare Energien aufnehmen“, sagte der Technische Geschäftsführer der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH (Mitnetz Strom), Adolf Schweer, am Montag in Halle.

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Das Umspannwerk Oranienbaum des Energieversorgers EnviaM

Quelle: dpa

Halle. Die Energiewende beginne somit vor der Haustür. Dazu sei es nötig, auch Verteilnetze zum Beispiel für den aus Windkraft- und Solaranlagen erzeugten Strom auszubauen. Schon jetzt sei das Angebot größer als die Nachfrage.

Von den geplanten Investitionen in diesem Jahr seien allein 100 Millionen Euro für den Netzausbau im Zuge der Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien vorgesehen. Zudem will das Unternehmen Umspannwerke, Schaltanlagen und Leitungen erneuern. Der Großteil der Investitionen werde in Sachsen (163 Mio) getätigt, gefolgt von Brandenburg (92 Mio), Sachsen-Anhalt (83 Mio) und Thüringen (6 Mio Euro).

Das Tochterunternehmen des Chemnitzer Energieversorgers EnviaM ist nach eigenen Angaben der größte regionale Netzbetreiber in Ostdeutschland. Die Firma sei für die Planung, den Betrieb und die Vermarktung eines insgesamt 77.000 Kilometer langen Stromnetzes in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen verantwortlich.

2011 wurden den Angaben zufolge mit rund 375 Millionen Euro etwas mehr investiert, aufgrund größerer Einzelvorhaben, hieß es. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Absatz an den Endverbraucher lag im Netzgebiet bei knapp 50 Prozent (2010: Knapp 40 Prozent). Die Windenergie sei nach wie vor mit deutlichem Abstand die wichtigste erneuerbare Energiequelle, gefolgt von der Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft und dem Deponiegas. Den stärksten Aufwärtstrend habe es bei der Solarenergie gegeben. Hier nahm die Zahl der Anlagen im Gebiet des Unternehmens um 25 Prozent auf 21.602 zu (2010: 17.241).

Bis zum Atomausstieg 2022 soll der Anteil erneuerbarer Energien nach den Plänen des Bundes in den nächsten Jahren weiter ausgebaut. In Deutschland wird Strom auch aus Gas und Kohle erzeugt.

dpa

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