Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Viele sächsische Unternehmen wollen Flüchtlinge einstellen

Jobs für Asylbewerber Viele sächsische Unternehmen wollen Flüchtlinge einstellen

Die Wirtschaft im Freistaat hofft, vom Flüchtlingsstrom profitieren zu können. Fast Zweidrittel aller Firmen will laut einer Studie der IHK Asylbewerber einstellen und damit den demografischen Fachkräftemangel ausgleichen.

Ein großer Teil der sachsischen Firmen will Flüchtlinge einstellen und ausbilden. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Ein Großteil der sächsischen Wirtschaft sieht den aktuellen Flüchtlingszustrom als Chance, den Fachkräftemangel in der Region auszugleichen. Das hat eine Befragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) unter 2500 Unternehmen im Freistaat ergeben. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg wollen 63 Prozent der Firmen Asylbewerber einstellen. Bei großen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern liegt die Bereitschaft bei 89 Prozent, heißt es in einer IHK-Mitteilung vom Mittwoch.

Für 2016 habe bereits etwa der Hälfte aller Befragten konkrete Einstellungsperspektiven angeben – in den meisten Fällen kommen die Angebote aus der Industrie oder dem Gastgewerbe. 43 Prozent der Einstellungswilligen setzen eine Berufsausbildung voraus, jedes zehnte Unternehmen sucht Akademiker – der Rest bietet Tätigkeiten für un- und angelernte Flüchtlinge an.

Gute bis sehr gute Deutschkenntnisse sind für mehr als die Hälfte aller Firmen Grundvoraussetzung für eine Anstellung, heißt es weiter im Bericht der Industrie- und Handelskammer. Jedes zweite Unternehmen fordert von den Geflüchteten nachweislich eine abgeschlossene Berufs- oder Schulausbildung, damit sie einen Job bekommen. Etwa 40 Prozent der sächsischen Firmen bietet auch an, Asylbewerber auszubilden – ein Großteil für gewerblich-technischen Berufe. Knapp Zweidrittel der ausbildenen Unternehmen würd ihr Engagement allerdings davon abhängig machen wollen, dass die Asylbewerber zumindest temporär auch nach Abschluss der Ausbildung in Deutschland bleiben können.

Von Gesetzgeber und Behörden fordern der sächsischen Unternehmen derweil einen Abbau verschiedener bürokratischer Hürden bei der Beschäftigung von Flüchtlingen. Die Hälfte aller Befragten nennt dabei eine undurchschaubare Rechtslage und Unsicherheiten über das tatsächliche Qualifikationsniveau der ausgebildeten Geflüchteten als größte Probleme. Zudem fürchten 42 Prozent Spannungen durch kulturelle Unterschiede. Die Höhe des Mindestlohns ist für die Einstellung von Asylbewerbern nach Angaben der IHK dagegen nur für etwa ein Viertel der sächsischen Unternehmen kritisch.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel steht bis auf Weiteres nicht zur Verfügung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
 
Branchentreff Handelsvertreter
12.12.2016, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr
Gründerabend
14.12.2016, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Gründerabend
11.01.2017, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr
Neujahrsempfang - Gemeinsam für die Region
18.01.2017, 19:00 Uhr - 23:00 Uhr
Gründerabend
25.01.2017, 16:30 Uhr - 18:30 Uhr

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr