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Volle Auftragsbücher: BMW und VW lassen Werksferien ausfallen

Produktion läuft weiter Volle Auftragsbücher: BMW und VW lassen Werksferien ausfallen

In den sächsischen Autofabriken läuft die Produktion auf Hochtouren. Dank neuer Modelle wie Porsche Macan, 2er BMW und Golf Variant kommen die Werke mit der Produktion kaum hinterher. BMW und VW lassen deshalb in diesem Jahr erneut die Werksferien ausfallen und arbeiten den kompletten Sommer.

Eine BMW-Mitarbeiterin montiert Räder in der Produktion des Elektrowagens i3 in Leipzig (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig / Zwickau / Eisenach. In den sächsischen Autofabriken läuft die Produktion auf Hochtouren. Dank neuer Modelle wie Porsche Macan, 2er BMW und Golf Variant kommen die Werke mit der Produktion kaum hinterher. BMW und VW lassen deshalb in diesem Jahr erneut die Werksferien ausfallen und arbeiten den kompletten Sommer.

"Wir haben in diesem Jahr keine größeren Umbauarbeiten. Und weil die Auftragslage gut ist, produzieren wir durch", sagte BMW-Werkssprecher Jochen Müller. Vor allem die neue 2er-Reihe, allen voran der Active Tourer, beschere volle Auftragsbücher. Das sorgte dafür, dass der Abzug des bisherigen Leipziger Erfolgsmodells X1 komplett ausgeglichen wurde. Im klassischen Fahrzeugbau - also ohne die Elektro-Modelle i3 und i8 - liege BMW nach wie vor unverändert bei 750 Fahrzeugen am Tag und damit an der Obergrenze der Kapazität.

Während früher das Gros davon auf den X1 entfiel, sind es jetzt 2er Coupé, Cabrio und Active Tourer, die neben dem 1er vom Band laufen. Der letzte X1 aus Leipzig hat bereits im Juni das Werk verlassen. Die nächste Generation des kleinen SUV, die im September vorgestellt werden soll, kommt aus Regensburg. Damit, so hatte BMW die Entscheidung im Frühjahr begründet, soll Platz für den überraschend erfolgreichen 2er geschaffen werden. Diese Rechnung scheint nun aufzugehen, wie die unverändert hohe Stückzahl im Werk belegt.

Klassische Werksferien gebe es bei BMW schon seit Jahren nicht mehr, ergänzte Müller. "Das machen wir nur noch, wenn wir umbauen müssen. Und da steht in diesem Jahr nichts Größeres an." Das war schon 2014 so gewesen. Und auch da hatte das Werk im Sommer durcharbeitet. In den Jahren davor hatte es dagegen im Sommer noch jeweils zwei bis drei Wochen Pause gegeben, weil das Werk an neue Modelle angepasst werden musste. In diesem Jahr stehen aber nur ein paar kleinere Umbauten in der Produktion der Elektroautos i3 und i8 an. Die werden seit gestern durchgeführt und laufen noch bis Ende der nächsten Woche. Dafür seien aber nur kurze Unterbrechungen notwendig, versichert Müller. "Die i3-Fertigung ruht nur an einigen wenigen Tagen. Und den i8 bauen wir durchgängig weiter." Pro Tag sind es 20 i8 und mehr als 100 vom i3.

Auch bei VW in Zwickau wird erneut auf die Betriebsferien im August verzichtet - zumindest zum Teil. "Wir werden wie im vergangenen Jahr auch 2015 mit etwas abgesenkten Programmen weiterproduzieren", berichtete Werkssprecherin Denise Jentsch. "Grund ist, dass die Modellpalette, gerade mit dem Golf Variant, sehr gut nachgefragt ist und wir die Kundenwünsche entsprechend erfüllen." Deshalb läuft die Produktion auch in den ersten drei August-Wochen, in denen bei VW sonst konzernweit Pause ist, weiter, und zwar rund um die Uhr in drei Schichten. Pro Tag sollen es aber nur 750 Fahrzeuge sein, und ausschließlich Golf Variant. Normalerweise baut das Zwickauer Werk bis zu 1350 Autos am Tag, neben dem Variant auch den normalen Golf und den Passat.

Auch im Chemnitzer VW-Motorenwerk läuft die Produktion in abgespecktem Umfang durch. Der dritte VW-Standort in Sachsen geht dagegen ganz normal in die Werksferien: die Gläserne Manufaktur in Dresden, wo der Phaeton montiert wird. Weil der sich nur schleppend verkauft, wird hier derzeit ohnehin nur in einer Schicht gearbeitet. Und in den ersten drei August-Wochen ruhe die Produktion komplett, bestätigte Sprecher Christian Haacke.

Keine Abstriche bei den Werksferien macht Porsche in Leipzig. Dabei hat das Werk, in dem Cayenne, Panamera und Macan entstehen, derzeit genug zu tun. Vor allem beim neuen Verkaufsschlager Macan gibt es lange Lieferzeiten. "Doch wir brauchen die Unterbrechung für Umbau- und Wartungsarbeiten", sagte Porsche-Sprecherin Julia Pirlich. Anders als bei VW dauert die Pause aber nicht drei, sondern nur zwei Wochen: In den ersten beiden August-Wochen ruht daher die Produktion.

Volle drei Wochen Pause gönnt sich Anfang August dagegen das Opel-Werk in Eisenach, wo Adam und Corsa gebaut werden. "Wir haben jedes Jahr Werksferien, schon seit 25 Jahren", sagte Werkssprecherin Karin Lorenz. "Das ist auch in diesem Jahr nicht anders." Der Standort leidet ohnehin gerade unter schwacher Auslastung. Wegen des Rückzugs der Marke aus Russland soll es in Eisenach nun sogar Kurzarbeit geben, an 25 Tagen bis Ende 2015. Mit der Produktionsunterbrechung von 3. bis 21. August habe das aber noch nicht zu tun. Über die konkrete Ausgestaltung der Kurzarbeit müsse erst noch mit Belegschaft und Arbeitsagentur geredet werden. "Und die Gespräche laufen noch."

Frank Johannsen

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