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Werksausbau für Porsche Cajun soll im Herbst starten - Jung: „Lottogewinn für Leipzig"

Werksausbau für Porsche Cajun soll im Herbst starten - Jung: „Lottogewinn für Leipzig"

Die Entscheidung ist gefallen: Porsche wird seinen kompakten Geländewagen Cajun ab 2013 in Leipzig bauen und mehr als 1000 neue Arbeitsplätze in der Messestadt schaffen.

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Hintergrund: Der Autobauer Porsche

Mehr als 1000 neue Jobs sollen durch den Werksausbau bei Porsche in Leipzig entstehen.

Quelle: dpa

Leipzig. Am Mittwoch bestätigte der Stuttgarter Autobauer, dass das Leipziger Werk in den kommenden Jahren vergrößert werden soll und dafür rund 500 Millionen Euro investiert werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach von einem „Lottogewinn für Leipzig“. Die Stadt erhofft sich durch den Zuschlag neue Gewerbesteuereinnahmen in Millionenhöhe.

Die bisher bestehende Fabrik im Norden Leipzigs wird den Plänen zufolge fast verdoppelt. Eine 90 Hektar große Fläche östlich des bereits bestehenden Werksgeländes sei für den Ausbau vorgesehen, so Jung. Entstehen sollen dort neben einer Lackiererei auch eine Karosserieproduktionsanlage für den neuen Cajun. „Damit wird die Fertigungstiefe des Werks erheblich gesteigert“, erklärte Jung. Neben dem 2002 eingeführten Geländesportwagen Cayenne und dem 2009 in Serie gegangenen Panamera ist der Cajun bereits die dritte Modellreihe, die im Leipziger Werk gebaut wird.

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Leipzig. Die Entscheidung ist gefallen: Porsche wird seinen kompakten Geländewagen Cajun ab 2013 in Leipzig bauen und mehr als 1000 neue Arbeitsplätze in der Messestadt schaffen. Am Mittwoch bestätigte der Stuttgarter Autobauer, dass das Leipziger Werk in den kommenden Jahren für rund 500 Millionen Euro ausgebaut wird. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach von einem „Lottogewinn für Leipzig“. Die Stadt erhofft sich neue Steuereinnahmen in Millionenhöhe.

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Mitarbeiterzahl im Leipziger Werk wird fast verdreifacht

Bereits seit Herbst 2010 hatte es Gespräche mit Porsche zum Werksausbau gegeben. Ein erster Bebauungsplan sei nun bereits fertig, erläuterte Jung. Am 19. Januar habe die Verwaltung dafür einem Aufstellungsbeschluss zugestimmt, Einwände von Naturschutzverbänden hätten nicht vorgelegen. „Ich gehe davon aus, dass wir im September, vielleicht Anfang Oktober dieses Jahres den ersten Spatenstich setzen werden“, so Jung. 2013 sollen dann im neuen Werk die ersten Fahrzeuge vom Band rollen.

Nach der Entscheidung von BMW, das Leipziger Werk für den Bau von Elektroautos bis 2013 grundhaft auszubauen, sind die Porsche-Pläne bereits die zweite frohe Botschaft aus der Fahrzeugbranche für die Messestadt innerhalb eines Jahres. „Wir befinden uns als deutscher Automobilstandort auf der Überholspur. Leipzig wird dadurch deutlich gestärkt“, freute sich Jung.

Mit dem Werksausbau plant der Autohersteller seine Arbeitsplätze am Standort Leipzig fast zu verdreifachen. Derzeit arbeiten rund 650 Menschen im Porsche-Werk, rund 1000 neue sollen in den nächsten Jahren dazukommen. Jung betonte, dass es sich bei den zusätzlich geplanten Jobs nicht um eine Verlagerung von Arbeitsplätzen handele, sondern um neu geschaffene Stellen. Die Stadt habe bereits Unterstützung bei der Vermittlung qualifizierter Fachkräfte angeboten. „Das Ziel muss sein, dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen und die Zahl der Zeitarbeitsstellen möglichst gering zu halten“, so Jung. Bei Porsche äußerte man sich dazu bislang noch nicht im  Detail.

„Bereits bei der Produktion des Cayenne und Panamera hat unser Leipziger Werk eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es Premium-Fahrzeuge in höchster Qualität fertigen kann“, erklärte Porsche-Chef Matthias Müller am Mittwoch. Die Entscheidung für den Standort sei daher nicht nur ein Beitrag zum wirtschaftlichen Ausbau der Region, sondern auch ein Vertrauensbeweis in die Fähigkeiten der Leipziger Mitarbeiter, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Ansiedlung weiterer Zulieferer erwartet

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Bislang baut Porsche den Cayenne (im Bild) und den Panamera in Leipzig. Nun kommt mit dem Cajun ein drittes Modell hinzu.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig hatte sich bei der Standortentscheidung gegen die Werke in Neckarsulm, Ingolstadt und Hannover durchgesetzt. „Porsche findet hier ideale Bedingungen, vor allem was die Infrastruktur angeht. Die Autobahn, eine Schienenanbindung sowie der Flughafen sind in direkter Nähe“, zählte Jung die Vorteile auf. Er rechnet deshalb damit, dass sich in den nächsten Jahren auch zahlreiche Zulieferer im Umfeld der Autoschmieden ansiedeln werden. „Es gibt bereits Anfragen aus der Branche“, so das Stadtoberhaupt. Gewerbeflächen seien rund um die Porsche- und BMW-Werke nach wie vor ausreichend vorhanden.

Robert Nößler

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