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Zentrum-West: Streit um Innenhof in Apels Bogen kocht hoch

Zentrum-West: Streit um Innenhof in Apels Bogen kocht hoch

Am Westplatz kommen die Leipziger Wohnungsgenossenschaft Unitas und einige ihrer Mieter auf keinen grünen Zweig miteinander: Im Zuge des gerade begonnen Unitas-Neubaus Apels Bogen (die LVZ berichtete) hat sich eine Bürgerinitiative (BI) gegründet, auf deren Fahne "Autofreier Innenhof Apels Garten" steht.

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Zankapfel Apels Garten.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Der Zankapfel im Karree zwischen Max-Beckmann-, Friedrich-Ebert- und Käthe-Kollwitz-Straße ist damit benannt.

"Die BI ist aus der Ablehnung der von der Unitas geplanten Umgestaltung des Innenhofes von Apels Bogen entstanden", erklärt Frank-Dieter Kopinke, seit 20 Jahren Anwohner in der Käthe-Kollwitz-Straße und einer der Interessenvertreter der BI. Das Problem: Die Unitas will 33 Stellflächen für Autos in Apels Garten neu anlegen. Der BI passt das Vorhaben hinten und vorne nicht. Der Grund: Mit dem Parkplatz-Bau hängt die teilweise Rodung von Bäumen und Fliederbüschen im Innenhof zusammen. Laut Kopinke fühlt sich "die große Mehrheit der Mieter" dadurch um ihre grüne Oase betrogen. Lärm und Luftverschmutzung kämen hinzu, während die Anrainer eigentlich keinen Bedarf an den geplanten Stellflächen hätten. 123 Unterschriften, die Kopinke und seine Mitstreiter aus den umliegenden rund 170 Wohnungen gesammelt und daraus die BI formiert haben, sprechen bisher dafür. "Mittlerweile melden sich immer mehr Anwohner", so Kopinke. Eine Mischung aus "Enttäuschung und Empörung über die Vorgehensweise des Unitas-Vorstandes" mache sich breit. Dabei schwelt der Streit um die Innenhof-Flora bereits seit Anfang des Jahres. Inzwischen ist "der sachliche Ton nur noch schwer zu treffen", sagt Kopinke. Ein Umstand, den die Unitas-Vorstandsetage nicht leugnen kann.

Von dort bekennt Steffen Foede: "Wir können mit der BI nicht mehr konstruktiv arbeiten." Grund hierfür sei allerdings die Art, wie sich deren Vertreter in der gemeinsamen Arbeitsgruppe zwischen Anwohnern und Hausherrin zur Sache gerieren würden. "Die BI hat die Arbeitsgruppe gesprengt", so Foede. Für den Unitas-Vorstand steht fest: "Wir brauchen die Parkplätze." Derweil zeigt sich die Wohnungsgenossenschaft bemüht, prüft Foede zufolge in alle möglichen Richtungen und führt Gespräche mit der Stadt, um fünf der anberaumten Parkplätze vom Innenhof nach außen zu verlegen.

Die aufgebrachten Mieter hingegen fordern ein Moratorium, "bis der Klärungsprozess in der Arbeitsgruppe abgeschlossen ist", heißt es in Richtung Unitas. Die Fronten scheinen damit nicht nur verhärtet. Sondern regelrecht zementiert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2013
Felix Kretz

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