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Zuwanderungsdebatte spaltet ostdeutsche Minister - Haselhoff und Morlok uneins

Zuwanderungsdebatte spaltet ostdeutsche Minister - Haselhoff und Morlok uneins

Der Streit um die begrenzte Zuwanderung ausländischer Fachkräfte spaltet auch die ostdeutschen Länder. Während Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok den Kurs von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (beide FDP) unterstützt, hält sein Magdeburger Pendant Reiner Haseloff (CDU) dagegen.

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Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) hält den Brüderle-Vorschlag für falsch.

Quelle: dpa

Leipzig. „Unsere Strategie ist auf absehbare Zeit eine andere. Bevor wir bei offenen Fachkräftestellen über Zuwanderung reden, müssen wir die in Sachsen-Anhalt vorhandenen Potenziale nutzen", sagte Haseloff. „Dazu gehören die aktuell knapp 150 000 Arbeitslosen, bei denen man mit Qualifizierung viel mehr vermitteln kann als bisher, sowie die rund 21 000 Fernpendler, die in der Woche in anderen Bundesländern arbeiten", so Haseloff.

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Sachsens Wirtschaftminister Sven Morlok (FDP) steht in der Zuwanderungsdebatte zu seinem Parteifreund Rainer Brüderle.

Quelle: Andreas Döring

Sein sächsischer Kollege Sven Morlok verwies auf die sinkende Zahl der Schulabgänger. Ohne Einwanderung werde sich der Bedarf an Fachkräften in wenigen Jahren nicht mehr decken lassen, sagte Morlok. „Es ist leider so, dass nicht jeder Langzeitarbeitslose, den wir in Sachsen haben, zu dem qualifiziert werden kann, was momentan auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt wird oder wo wir in einigen Jahren einen Mangel haben werden", sagte Morlok. Um Deutschland für Zuwanderer attraktiver zu machen, müsse der Zuzug deutlich erleichtert werden, forderte der Minister. „Wir sollten aufhören, in jedem Einzelfall zu prüfen, ob die Stelle vielleicht von einem deutschen Arbeitslosen besetzte werden könnte." Zudem müsse die Mindesteinkommensgrenze für Zuwanderer von 66.000 auf 30.000 Euro gesenkt werden.

Frank Johannsen

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