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Zwei Drittel der Sachsen müssen für ihren Strom tiefer in die Tasche greifen

Netzausbau treibt Preise Zwei Drittel der Sachsen müssen für ihren Strom tiefer in die Tasche greifen

Sachsen ist von den drohenden Strompreiserhöhungen im kommenden Jahr besonders betroffen. Zwei Drittel aller Grundversorger im Freistaat setzen zum Jahreswechsel die Tarife rauf – konkret heben 27 von 40 Anbietern die Preise im Schnitt um 2,7 Prozent an. Bundesweit erhöht nur ein Drittel der Anbieter die Tarife.

Strompreise in Mitteldeutschland steigen

Quelle: dpa

Leipzig. Sachsen ist von den drohenden Strompreiserhöhungen im kommenden Jahr besonders betroffen. Zwei Drittel aller Grundversorger im Freistaat setzen zum Jahreswechsel die Tarife rauf – konkret heben 27 von 40 Anbietern die Preise im Schnitt um 2,7 Prozent an. Bundesweit plant hingegen nur ein Drittel aller Stromanbieter bisher eine Erhöhung. In Thüringen geht es bei 13 von 34 Grundversorgern nach oben. In Sachsen-Anhalt bei fünf von 29. Insgesamt sind 2,4 Millionen Haushalte in den drei mitteldeutschen Bundesländern betroffen.

Wie das Vergleichsportal Verivox jetzt ermittelt hat, halten 251 Stromanbieter bundesweit eine vorweihnachtliche Überraschung bereit, heben die Preise um durchschnittlich 3,5 Prozent an. „Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden (kWh) bedeutet das Mehrkosten von 41 Euro. In Sachsen liegen die Mehrkosten bei diesen Verbrauch bei 33 Euro“, so Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung von Verivox. Zugleich wollen bundesweit nur 16 Anbieter ihre Preise senken. Keiner davon in Mitteldeutschland.

Strompreise in Mitteldeutschland

Regional fallen die Erhöhungen sehr unterschiedlich aus. Die Stadtwerke Stadtroda in Thüringen halten einen Aufschlag von sieben Prozent für Kunden im Grundtarif bereit. Für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 4000 kWH sind das satte 86 Euro mehr. Auch die Stadtwerke Schkeuditz (plus 74 Euro), die Energieversorgung Meiningen in Thüringen (plus 69) und die Dessauer Stromversorgung (plus 66) verschicken besonders unbeliebte Weihnachtsbriefe.

Weitere Preis-Erhöhungen im Frühjahr drohen

Dabei soll es nicht bleiben. Lengerke rechnet für das Frühjahr 2017 mit einer zweiten Preiswelle. „Die Mehrzahl der Grundversorger hält sich bei ihrer Preispolitik bisher noch bedeckt. In der Vergangenheit konnten wir beobachten, dass viele Anbieter zum Jahreswechsel zunächst stillhalten, später aber mit Preiserhöhungen nachziehen.“

Schon heute sind die Strompreise im Osten besonders hoch. Die Einwohner in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zahlen deutlich mehr als der Bundesschnitt. Das liegt vor allem an den höheren Netzkosten. Im Osten sind in der Vergangenheit besonders viele Windkraft- und Solaranlagen entstanden, wodurch auch das Netz stärker ausgebaut werden musste. Die Kosten werden regional umgeschlagen. Sprich: Regionen mit starkem Zubau haben höhere Netzkosten.

Laut Angaben der Verbraucherzentrale befindet sich knapp die Hälfte aller Haushalte noch immer im teureren Grundtarif. Verbraucherschützerin Carla Groß rät zum Wechsel in einen günstigeren Tarif und zum Vergleich der Anbieter. „Wer im Grundtarif ist, kann jederzeit wechseln. Ansonsten gilt: Kunden, die von Preiserhöhungen betroffen sind, haben ein Sonderkündigungsrecht von vier Wochen nach Benachrichtigung durch ihren Anbieter."

Aktuell sparen Verbraucher, die von der Grundversorgung in den von Verivox ermittelten günstigsten Tarif wechseln, in Sachsen 442, in Sachsen-Anhalt 456 und in Thüringen sogar 496 Euro. Verbraucher sollten beim Anbieterwechsel nicht allein auf den Preis schauen. „Denn oft unterscheiden sich die günstigsten Anbieter im Markt nur durch wenige Euro“, so der Experte. Wichtig seien möglichst verbraucherfreundliche Konditionen. Dazu gehörten: Kurze Vertragslaufzeiten von maximal zwölf Monaten und eine Kündigungsfrist von bis zu sechs Monaten. Wichtig sei ferner eine Preisgarantie von zwölf Monaten, die vor unerwarteten Erhöhungen schützt.

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