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ifo-Prognose: Osten legt 2012 um 0,5 Prozent zu

ifo-Prognose: Osten legt 2012 um 0,5 Prozent zu

Die ostdeutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Dresdner ifo Instituts im kommenden Jahr um 0,5 Prozent wachsen. Damit liege die Prognose für das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) etwas über dem Wert für Deutschland insgesamt (0,4), teilte das Institut am Dienstag in Dresden mit.

Dresden. Maßgeblich sei die Ausrichtung der ostdeutschen Industrie auf heimische Märkte. Im Westen dagegen sei die Wirtschaft stärker vom Export abhängig - und 2012 werde mit einer sinkenden Auslandsnachfrage gerechnet. Für dieses Jahr erwarten die ifo-Experten in den ostdeutschen Ländern inklusive Berlin ein Wachstum von 2,5 Prozent. Der bundesweite Wert liegt bei 3,0 Prozent.

Nach Angaben von Joachim Ragnitz, dem stellvertretenden ifo- Geschäftsführer in Dresden, beruhen die Prognosen auf zwei Prämissen: Die Schuldenkrise in Europa spitzt sich nicht weiter zu und der Euro bleibt stabil. Bei einem solchen Szenario sähen die Zahlen für Deutschland noch vergleichsweise gut aus, sagte er. Allerdings wird der Unterschied im Jahresvergleich beim Blick auf einzelne Sparten im Osten deutlich.

Beim Verarbeitenden Gewerbe schrumpft die Wachstumsprognose von 8,4 Prozent in diesem Jahr auf nur noch 1,7 Prozent im kommenden Jahr. Beim Baugewerbe wird sogar ein Minus von 0,4 Prozent vorausgesagt. 2011 lag das Wachstum hier noch bei 3,3 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen soll 2012 stagnieren (2011: +0,3 Prozent).

Ernüchternd wirkt zudem der Blick auf das BIP pro Kopf. Hier erreicht der Osten dank statistischen Rückenwindes aus Berlin inzwischen 78 Prozent des gesamtdeutschen Niveaus. „Von einer Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West sind wir noch weit entfernt. Das wird sich auch so schnell nicht ändern“, sagte Ragnitz. Alle anderen Annahmen seien unrealistisch. Ragnitz geht davon aus, dass nur einzelne Regionen „in ferner Zukunft“ einmal Westniveau erreichen. Er rechnet damit, dass die demografische Entwicklung und das Ende des Solidarpaktes die Unterschiede zwischen den ostdeutschen Ländern vergrößern.

Einzelne Industriezweige betrachten die ifo-Forscher in Dresden bei ihren Konjunkturprognosen nicht. Nach den Worten von Ragnitz dürften aber exportabhängige Branchen wie der Maschinenbau und die Autoindustrie die schwächelnde Nachfrage im Ausland zu spüren bekommen. Für die Preisentwicklung wird eine weitgehende Stabilität angenommen. Die Inflationsrate von 2,3 Prozent in diesem Jahr soll sich 2012 bundesweit auf 1,8 Prozent verringern.

Matthias Roth

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