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Den Mikrokosmos Leipzig im Kleinen zusammenhalten

Ein Plädoyer mit Fragen zum Nachdenken Den Mikrokosmos Leipzig im Kleinen zusammenhalten

Sie kennen nicht einmal mehr den Nachbarn, arbeiten wie Maschinen und vergessen dabei die Mitmenschlichkeit. Und das in einer Stadt, in der die Menschen 1989 bei der Friedlichen Revolution gemeinsam gekämpft haben. Ein Plädoyer für mehr Teamwork in Leipzig von Jessica Fleckenstein.

Täglich pendeln zig Menschen durch Leipzigs Innenstadt mit Straßenbahnen: Doch wer macht seinen Sitzplatz noch für benachteiligte Menschen frei? (Archivbild)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ist es nicht erstaunlich, wie wir Menschen handeln und miteinander leben? Immer häufiger steigen Mütter mit Kinderwagen oder Senioren mit Stock in die Leipziger Straßenbahnen ein und niemand steht auf, um Ihnen einen Sitzplatz anzubieten, obwohl es für sie schwieriger ist, die Fahrt stehend zu verbringen.

Oder ein anderes Beispiel, welcher Passant wirft heute noch einem Penner oder Bettler ein paar Cents oder Euros in den Becher, wenn man selbst mit vollen Einkaufstüten auf der Hain- oder Petersstraße an ihnen vorbei spaziert. So drängt sich die Frage auf: Bemerken wir unsere Mitmenschen überhaupt noch? Sind wir zu respektlos geworden?

Die Leipziger sind fleißig, gehen zur Schule, arbeiten für einen guten Lebensstandard. Sie erforschen die unerreichbarsten Nischen, die dunkelsten Ecken, um zu Erkenntnis zu gelangen und Neues kennen zu lernen. Dabei kennen wir oft noch nicht einmal unsere Nachbarn im eigenen Wohnblock.

Wir haben uns zu Einzelkämpfern entwickelt - in der Stadt, in der Straßenbahn, in der Schule, im alltäglichen Leben. Wie Roboter, die ständig nach Macht, Ruhm und Geld streben. Und das in einer Stadt, in der die Menschen 1989 bei der Friedlichen Revolution gemeinsam kämpften. Doch wir brauchen Teamwork, das die Welt im Kleinen zusammen hält. 

Von Jessica Fleckenstein

Fragen zum Nachdenken:

Wann bist du zuletzt in der Straßenbahn aufgestanden, um jemand Platz zu machen?

Fallen dir noch Gesichter oder Menschen ein, die dir beim letzten Stadtbummel begegnet sind?

Wann hast du zuletzt jemandem die Eingangstür im Schulgebäude aufgehalten?

Drehst du die Musik in deinem Zimmer voll auf, auch ein Stockwerk unter dir ein Nachbar wohnt?

Hast du jemals jemanden deine Hausaufgaben abschreiben lassen?

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