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Jugendredaktion Ist das schon Kunst oder kann das weg?
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14:57 25.01.2016
Streetart-Künstler toben sich meistens beim Sprayen von Graffitis aus. (Archivbild: Ausstellung "Street-Art IBUG" im Energiekombinat Böhlitz-Ehrenberg) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Oh Schreck, ein Schokoladenriegel auf der Straße vor der Stadtbibliothek! Moment mal, so erschreckend ist das doch gar nicht. Menschen werfen ständig Müll sinnlos durch die Gegend. Ist das also nur Zufall?

Ich stehe zwischen den Fahrradständern und der neuverputzten, herrschaftlichen. Auf dem Fenstersims liegt der langgezogene Riegel. Die Produktionsfirma ist auf der orangefarbenen Verpackung ist mehr erkennbar. Beim genaueren Betrachten ragt irgendetwas aus ihm empor. Ein Fähnchen am Spieß? Was soll denn das?

Wimpel mit US-amerikanischer Flagge

Streetart muss das sein, schießt es mir durch den Kopf. Wie eine plötzlich aufflackernde Leuchtreklame. Das Fähnchen schreit geradezu von Bedeutung, denn das Motiv der US-amerikanischen Flagge könnte so viel mehr sein: Kritik auf das TTIP-Abkommen, auf den fastfoodfrönenden, doch so gern besungenen „American Way of Life“... . Doch seine Stimme erhebt das Fähnchen nicht und ich bin nur eine stille Beobachterin, die diese skurrile Skulptur zufällig entdeckt hat.

Vielleicht ist es ja auch das, worauf der Streetart-Künstler hinaus will: Die Installation soll vorbeigehende Passanten zum Überlegen anregen, sich verschiedene Deutungsmöglichkeiten für einen sonst so unscheinbaren, aber jetzt doch unübersehbaren Gegenstand zurecht zu legen.

Straßenkünstler wollen anonym sein

Der Schokoladenriegel mit dem USA-Wimpel bereitet mir Kopfzerbrechen. Oder gibt es doch einen anderen Sinn? Erfahren werden wir es wohl nie, denn Streetart-Künstler sind bekannt für ihre Anonymität. Sie fallen lieber unauffällig auf. Nun denn, dann werde ich wohl einfach weitergehen und zu Hause darüber nachdenken, vielleicht komme ich ja noch auf des Rätsels Lösung.

Von Michelle Malisev

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