Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Jugendredaktion Weihnachtsmarkt Connewitz: Friede am Kreuz?
Nachrichten Jugendredaktion Weihnachtsmarkt Connewitz: Friede am Kreuz?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 18.12.2015
Quelle: Lena Baumann
Anzeige
Leipzig

Bereits seit zehn Jahren besteht der alljährliche Weihnachtsmarkt am Kreuz. Und ist mittlerweile fester Bestandteil in der Adventszeit in der Messestadt. Damals noch im „kleinen, aber ambitioniertem“ Ausmaß, wächst das Angebot stetig weiter, erläutert Werk II-Sprecherin Anja Schulze. Der Erfolg dieses breiten Angebots lässt sich an den Besucherzahlen messen: Mittlerweile geht die Kulturfabrik von 20.000 Besuchern aus.

Noch bis zum 20. Dezember können die Gäste auf drei großen Flächen schlemmen und schlendern. 80 Händler aus Leipzig und Umgebung stellen dort aus: von selbstgemachter Kleidung über individuelle Tee- und Kaffeesorten, ausgesuchten Papierwaren, Keramik, Leipzig-Fotografien bis hin zu handgemachten Kleinigkeiten, die das Herz erwärmen.

Ingwer-Birnen Chai und greogischer Nusskuchen

Schon am Eingang erwarten die Besucher zig Glühweinstände. Heißen Ingwer-Birnen Chai und vegane Gerichte gibt es auch, neben dem Bratwurstgrill. Außerdem ist der georgische Nusskuchen mit heißem Birnensaft empfehlenswert.

Himmlischer Friede also am Kreuz Connewitz? Die Straßenkämpfe zwischen Polizei und der Antifa am 12. Dezember trübten die vorweihnachtliche Freude ein wenig. Geflickte Fensterscheiben zeugen noch heute von den Gewaltausbrüchen. 

Krawalle am 12. Dezember trübten das Weihnachtsgeschäft

„Nur circa ein Viertel der sonstigen samstäglichen Besucher“ seien erschienen, erzählt Svenja Windoffer vom Ladenatelier Coquetón – üblicherweise rechne man sonst mit einigen tausend. Die Bedrohung sei einfach zu groß gewesen. Zu Recht, angesichts der brennenden Barrikaden und dem Tränengaseinsatz durch die Polizei.

Dabei war die Demonstration rechter Gruppierungen lange im Voraus angekündigt worden und sollte am Connewitzer Kreuz entlang führen. Die Kulturfabrik wollte den Bitten der Polizei aber nicht nachkommen. In einem offenen Brief erklärte das Werk II, trotzdem den „Weihnachtsmarkt nicht schließen“ zu wollen.

Student Kaspar Sternberg ist am Samstag nicht zum Weihnachtsmarkt in Connewitz gekommen, weil ihm das zu „heikel“ war. Am Sonntagmorgen parkte der 23-Jährige sein Auto neben geschmolzenen Mülltonnen. Dass links wie rechts zur Gewalt gegriffen wurde, enttäuscht ihn: „Wir sollten es besser machen.“ Heute lässt er sich seinen Falafel mit Hummus aber schmecken, denn der Friede am Kreuz ist wieder hergestellt.

Von Lena Baumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Jugendredaktion Geschenkekult, Tanne und Weihnachtsfest - Wo ist denn der Sinn von Weihnachten hin?

Weihnachten ist die schönste Zeit im Jahr. Aber wieso feiern wir dieses Fest der Liebe? Und was steckt hinter diesem Brauchtum? LVZ-Jugendredakteurin Ricarda Fleckenstein hat sich auf die Suche gemacht.

11.12.2015
Jugendredaktion Weißwürste und kein Geschenk - Irrungen, Wirrungen am Heiligen Abend

Jedes Jahr vor Weihnachten werden die Menschen schrecklich nervös und gucken ständig auf den Kalender, wie viel Zeit ihnen noch bleibt, um Geschenke zu besorgen. LVZ-Jugendredakteurin Jessica Fleckenstein weiß wovon sie spricht, denn ihre Mutter vergisst die Präsente jedes Mal.

06.12.2015

Im Falle eines Atomkrieges wäre er die Zuflucht von der Bundesregierung gewesen: der Betonbunker in Bad Neuenahr-Ahrweiler. In den 1960er-Jahren entstand er tunnelartig in der Nähe der ehemaligen Hauptstadt Bonn. LVZ-Jugendredakteur Hannes Klein hat sich vor Ort umgeschaut.

02.12.2015
Anzeige