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Kultur 12.000 Besucher beim Rockharz-Festival: Große Vielfalt, neuer Zuschauerrekord
Nachrichten Kultur 12.000 Besucher beim Rockharz-Festival: Große Vielfalt, neuer Zuschauerrekord
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13:05 12.07.2013
Metalcore der harten amerikanischen Prägung: Unearth aus Massachusetts. Quelle: Susanne Richter
Ballenstedt

Eine feine Konstante ist das Rockharz in Ballenstedt (Sachsen-Anhalt). Mit 12.000 Besuchern knackt das Festival, das am Donnerstag begonnen hat, zum 20-Jährigen wieder einmal seinen Besucherrekord.

Ein Blick auf das Line-Up beweist: Das Rockharz bietet eine Vielfalt, die quasi für jeden Liebhaber von Stromgitarren akustische Schmeckerchen in petto hat. Während beispielsweise The Resistance, Vader und Unearth zum Auftakt eher die Tinitus-Fraktion bedienen, tröten und leiern sich Subway To Sally - von Tausenden umjubelt - mit einer Melange aus Mittelalter-Markt und Rock-Event durch die Zeit.

Daneben demonstrieren Audrey Horne und Mono Inc. in all ihrer Unterschiedlichkeit, wie tanzbarer Metal heute sein kann: Die einen zocken deftigsten Rock'n'Roll in den Ballenstedter Sommernachtstraum, die anderen sind so düster-lieb, dass das Wippen beinahe zur Nebensache gerät. Den Höhepunkt des ersten Tages markieren schließlich Kreator: Die Thrash-Institution aus dem Ruhrpott, um  Riffgott Mille Petrozza, ist im Schatten des Brockens über jeden Zweifler erhaben. Kurz und richtig gut: Das Rockharz bietet - im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Veranstaltungen - nahezu für jeden Geschmack etwas.

Was 1994 in Osterode, im Westharz, als "Rock gegen Rechts" mit nicht einmal hundert Besuchern begann, hat eine Entwicklung vollzogen, die beispielhaft für die härtere Musikszene in Deutschland ist: Das Rockharz zog aus Kapazitätsgründen vor fünf Jahren in den Osten; nach Ballenstedt, zehn Kilometer von Quedlinburg entfernt - und die Fans zogen nicht nur mit, es kommen jedes Jahr immer neue hinzu. 

Aufstieg in die deutsche Profi-Liga der Open-Airs

Auf 12 000 Besucher bringt es dieses in seiner Anmutung immer noch kleine und feine Festival bereits - was einen Zuwachs um knapp 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet und  wieder einmal ein Zuschauerrekord ist. Damit erreicht das Rockharz endgültig die deutsche Profiliga der Open-Airs. Unter den Metal-Festivals ist das dreitägige Gezocke auf dem Flugplatz Ballenstedt inzwischen die Nummer vier, nach dem unschlagbaren Wacken, nach dem With Full Force (Nordsachsen) und dem Summer Breeze (Mittelfranken). "Wir sind jetzt fast an der Obergrenze. Das Festival soll vor allem Spaß machen und nicht in Gigantonomie ausarten. Die Leute sollen sich bei uns wohlfühlen", macht Festival-Sprecher Jens Martin Baumgartner klar. Allerdings nimmt das Rockharz gegenwärtig noch nicht einmal die Hälfte der zur Verfügung stehenden 70 Hektar in Beschlag.

Eine Entwicklung, die auch von der regionalen Wirtschaft wohlwollend wahrgenommen wird. "Festivals wie das Rockharz sind mittlerweile für das Image einer Region sowohl touristisch als auch wirtschaftlich interessant", erklärt Ingo Böhlert vom Bildungswerk der Wirtschaft Sachsen-Anhalt, das sich rund um das Rockharz engagiert und diesmal sogar mit einer eigenen Verbrauchermesse auf dem Festivalgelände präsentiert.

Doch zunächst einmal geht es um: Musik, Musik, Musik. Um die Bandbreite nochmals zu verdeutlichen, hier ein kleiner Blick auf die Besetzung des Freitags und des Sonnabends: Dark Tranquillity, Eluveitie, Accept, Iced Earth, Soulfly, Avantasia, Eisbrecher, The Bones und J.B.O kommen unter anderem über das Rockharz.

Informationen zu Festival, Running Order und Anfahrt:

www.rockharz-festival.com

Andreas Debski

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