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Kultur 36 Bands stellen in Leipzig mit Konzertmarathon einen Weltrekord auf
Nachrichten Kultur 36 Bands stellen in Leipzig mit Konzertmarathon einen Weltrekord auf
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18:10 17.06.2011
Quelle: KempnerHeinz Zeyen
Leipzig

Doch der Rekord währte nicht lange.

„Wir haben es geschafft aber es gibt einen Wehrmutstropfen“, sagte Pierre Eichner, einer der Initiatoren des Rekordversuchs. "Die Kölner haben heute zwölf Stunden am Stück mit 40 Bands gespielt." Somit ging der Rekord nur für eine Stunde nach Leipzig. Das Kuriose: Der Wettbewerb zwischen den Veranstaltungen sollte keiner sein. "Wir haben gute Kontakte nach Köln. Wir wussten voneinander nichts. Dass Idee und Zeitpunkt so übereingestimmt haben, war reiner Zufall", schilderte Eichner.

Leipzig. Mit einem elfstündigen Konzertmarathon in Leipzig haben drei dutzend Bands am Samstag einen Weltrekord aufgestellt. Insgesamt 36 Gruppen und Künstler aus der Region – darunter Leipziger Szene-Größen wie Two Wooden Stones, Zen Zebra oder Dantes Dream – traten beim Live-Event „Wellen machen 36/11“ auf dem Richard-Wagner-Hain nacheinander auf. Doch der Rekord währte nicht lange.

Doch der 30-Jährige versicherte, dass sich niemand ärgern würde. "Für uns zählt der Gedanke. Wir wollten Wellen machen für Leipziger Bands und das ist gelungen." Der Gedanke war einfach, aber auch ungewöhnlich: Im Viertelstundentakt reichten sich die Live-Acts ab 11 Uhr auf der Bühne am Elsterbecken das Mikrofon in die Hände – ohne dass dabei die Musik verstummte.

„Jede Band verbindet ihre Songs mittels Improvisation oder geplanten Übergängen. Während eine noch spielt, wird sich zeitgleich die nächste an einem zweiten kompletten Set bereit machen, um anschließend direkt übernehmen“, erklärte Eichner. Für den fliegenden Wechsel hat jede Combo etwa drei Minuten Zeit.

„Es gibt eine große Musikszene in Leipzig, aber sie wird zu wenig wahrgenommen“, erklärt der Chef des Mini-Festivals die Idee hinter dem Projekt, das vom Verein Kulturlounge in Kooperation mit dem Wasserfest Leipzig und vielen Partnern organisiert wird. „Wir wollen allen Bands eine Plattform bieten. Die Musikstile sind dabei bunt gemischt“, so Eichner. Von Pop-Rock über Jazz bis Metal sei alles dabei. Der Eintritt zu der Open-Air-Veranstaltung, die bis etwa 22 Uhr dauern soll, ist kostenlos.

Insgesamt standen rund 150 Künstler auf der Bühne – und auf dem Volleyball-Feld. Denn parallel zum Mega-Konzert fand auf dem Richard-Wagner Hain ein großes Turnier statt, bei dem alle teilnehmenden Bands in insgesamt 99 Spielen gegeneinander antraten. Die drei Erstplatzierten gewannen einen Auftritt auf der Main-Stage beim Leipziger Wasserfest, das am 13. August am Lindenauer Hafen stattfindet.

Die Organisatoren von „36/11“ zählten über den ganzen Tag verteilt etwa 700 Besucher. Nun wird das Nonstop-Videoband nach London zur Guinness-Jury geschickt, um den Erfolg zu beweisen. Möglicherweise machen ja die Kölner noch einen Fehler und der Rekord bleibt doch länger in der Messestadt.

Robert Nößler / Reik Anton

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