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Kultur 50 Bands und 12.000 Besucher: Rockharz feiert sich in die erste Festival-Liga
Nachrichten Kultur 50 Bands und 12.000 Besucher: Rockharz feiert sich in die erste Festival-Liga
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13:01 13.07.2014
12.000 feiern Rockharz auf dem Flughafen Ballenstedt - und auch die Bühne ist längst keine Männerdomäne mehr. Quelle: Susanne Richter
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Ballenstedt

Bei Online-Auktionen wurden die begehrten Tickets für 240 Euro gehandelt, was dem Dreifachen des eigentlichen Preises entspricht.

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"Theoretisch könnten wir noch weiter wachsen, der Platz wäre vorhanden - wir wollen aber die besondere familiäre Atmosphäre, die unser Festival auszeichnet, nicht durch Größe kaputt machen", erklärt Jan Martin Baumgartner, einer der Rockharz-Macher, allen Ausdehnungsgerüchten eine klare Absage. "Uns geht es um Besucherzufriedenheit. Kurze Wege, viele sanitäre Einrichtungen, eine große Auswahl bei der Verpflegung und natürlich eine gewisse Breite bei den Bands - die Leute sollen sich bei uns einfach wohlfühlen.“ Hinzu kommt: Mit Ausnahme des Geschäftsführers sind alle anderen Mitarbeiter nur Hobby-Organisatoren.

Schwergewichte der Riff-Szene

Mittlerweile stehen die Schwergewichte der Riff-Szene Schlange, um auf dem Flugplatz im beschaulichen Harz-Vorort aufzutreten. Ein Blick auf das Line Up beweist: Das Rockharz bietet eine Vielfalt, die quasi für jeden Liebhaber von Stromgitarren akustische Schmeckerchen bietet. Bands wie Xandria oder Arch Enemy stehen für die weibliche Seite des ehemals männlich dominierten Geschäfts; Tiamat - die beim Rockharz ihr letztes Deutschlandkonzert unter Johan Edlund bestritten - und Eisregen besingen das Leid an sich und im Besonderen; Sonic Syndicate zocken den härtesten Moshpit in den Ballenstedter Staubacker; In Extremo rocken das Mittelalter; Sabaton, Amorphis, Unzucht und Ektomorf demonstrieren in all ihrer Unterschiedlichkeit, wie tanzbar Metal heute sein kann; Helloween, Powerwolf, Children Of Bodom und Primal Fear bügeln (fast) alle geschmacklichen Differenzen glatt; ja, und Knorkator machen irgendwie auch mit.

50 Bands stehen innerhalb von drei Tagen auf den beiden Bühnen, die - in Deutschland nur zweimalig, neben Wacken - gleichwertig nebeneinander stehen und abwechselnd bespielt werden. Was vor 19 Jahren in Osterode, im Westharz, als lokales Anti-Nazi-Open Air begann, hat eine Entwicklung vollzogen, die beispielhaft für die härtere Musikszene in Deutschland ist: Das Rockharz zog aus Kapazitätsgründen vor sechs Jahren in den Osten, nach Ballenstedt, zehn Kilometer von Quedlinburg entfernt - und die Fans zogen nicht nur mit, es kommen jedes Jahr neue hinzu.

Andreas Debski

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